Weiteres Wichtiges

Infos und Konzept

Ein wichtiger Baustein des Energiekonzeptes ist die Nutzung der Fernwärme aus überschüssiger Abwärme der Firma Solvay/Rhodia. Es sieht vor, die Abwärme aus dem Produktionsprozess der Firma Solvay/Rhodia abzunehmen und in ein Fernwärmenetz ein­zuspeisen, das den Wärmebedarf nicht nur des Stadions, sondern noch weiterer Projekte im Umfeld deckt. Wir gehen von einer CO2-Einsparung von 550 Tonnen jährlich im Vergleich zu einer herkömmlichen Heizungsanlage für das Stadion aus. Damit kommt die Energieversorgung dem Ziel eines klimaneutralen Stadions nahe. Geplant ist zudem, durch eine Photovoltaik-Anlage weitere Energie zu gewinnen.

Nach sorgfältiger Abwägung von Chancen und Risiken und abhängig vom Verlauf des Bau- und Genehmigungsprozesses, wird der Bezug des neuen Stadions zur Winterpause 2019/20 oder zum Saisonstart 2020/21 angestrebt. Dies ergab sich aus den letzten Gesprächen mit dem Bauunternehmer. Das beauftragte Totalunternehmer-Budget liegt bei 76 Millionen Euro.

Zum Bebauungsplanverfahren (Stand August 2017): Die Offenlage des Bebauungsplanentwurfs ist abgeschlossen. Eingereichte Stellungnahmen und Einwendungen werden aktuell geprüft. Der Satzungsbeschluss des Gemeinderates ist für das erste Halbjahr 2018 vorgesehen. Vorbereitende Arbeiten am Standort Wolfswinkel sind ab Herbst dieses Jahres geplant.

Die Stadion Freiburg Objektträger GmbH & Co. KG (kurz: SFG) ist eine Gesellschaft der Stadt Freiburg, an der der Sport-Club Freiburg mit einer Kapitaleinlage beteiligt ist. Die SFG besteht seit 01.04.2016; ihr sind in der Planungs- und Bauphase für ein neues Fußballstadion und für den späteren Betrieb folgende Aufgaben übertragen: Die SFG ist Bauherrin des Stadions und beauftragt einen Totalunternehmer mit der Planung und der schlüsselfertigen Erstellung des Stadionbauwerks mit Außenanlagen zu einem Festpreis. Die SFG wird mit Fertigstellung des Stadions Eigentümerin und Verpächterin der Anlage an den Sport-Club Freiburg, der das Stadion betreiben wird. Dafür zahlt der SC Freiburg eine Pacht an die SFG. Neben der Pacht trägt der SC Freiburg alle Kosten des Unterhalts sowie der Bauunterhaltung.

Organe der SFG sind der aus 20 Mitglieder bestehende Aufsichtsrat an (Vorsitzender des Aufsichtsrats ist Oberbürgermeister Dr. Dieter Salomon; sein Stellvertreter ist Oliver Leki, Vorstand des Sport-Club Freiburg) sowie die Geschäftsführung (Marcel Boyé, Dipl.-Betriebswirt, Leiter der Abteilung „Organisation und Stadion“ und Projektleiter beim Sport-Club Freiburg, Jochen Tuschter, Dipl.-Ing und Projektleiter Stadion im städtischen Amt für Projektentwicklung und Stadterneuerung (APS) und Reinhard Zähringer, Dipl.-Volkswirt und Leiter der Abteilung „Beteiligungen“ in der Stadtkämmerei der Stadt Freiburg).

Die Planungen des Ticketings für das neue SC-Stadion sind angelaufen, es wird aber noch einige Zeit dauern, bis wir detaillierte Informationen zum Kartenkauf im neuen Stadion geben können.

Grundsätzlich ist der Newsletter des SC ein verlässlicher Begleiter, um bei allen SC-Themen immer auf dem Laufenden zu sein: www.scfreiburg.com/newsletter

Der Standort des neuen Stadions

Pressemitteilungen

Pressemitteilung der Stadt Freiburg vom 16.11.2018 im Wortlaut:

Nachdem am vergangenen Freitag (9. November) der Bebauungsplan für das neue SC-Stadion in Kraft getreten ist, wurde heute vom Regierungspräsidium die Baugenehmigung erteilt. Die Änderung des Flächennutzungsplanes für den Bereich des Stadions wurde bereits Mitte September genehmigt, somit besteht auf Basis der vorbereitenden und der verbindlichen Bauleitplanung Baurecht für das Stadion.

Mit Erteilung der Baugenehmigung findet das bislang aufwendigste Planungsverfahren der Stadt Freiburg ein vorläufiges Ende. „Wir haben sehr sorgfältig und gründlich gearbeitet, alle aufgeworfenen Fragestellungen akribisch und größtenteils mit gutachterlicher Expertise geprüft – und dazu umfassend Gelegenheit zur Beteiligung gegeben. Die Baugenehmigung ist ein weiterer wichtiger Schritt zur Realisierung des Stadionprojektes“, so Baubürgermeister Martin Haag.

Oliver Leki, Vorstand des SC Freiburg, ergänzt: „Wir sind uns bewusst, dass eine sorgfältige Prüfung die Grundlage für eine erfolgreiche Projektrealisierung ist. Wir freuen uns, dass es jetzt endlich losgehen kann. Nur so lässt sich der für uns so wichtige Zeitrahmen einhalten.“

Da die Baugenehmigung sofort vollziehbar ist, beginnen jetzt die Bauarbeiten für das neue Stadion. Dazu gehören zuallererst die Einrichtung der Großbaustelle sowie umfangreiche Erdarbeiten. Nächste Woche beginnt die Wurzelstockrodung entlang des Wolfsbucks und der Granadaallee. Ende November starten dann die Bauarbeiten für die Planstraße Ost.

Ein nächster wichtiger Schritt ist die weitere Vertiefung der Hochbauplanung. Zwischen dem SC Freiburg, der Stadion Freiburg Objektträger GmbH (SFG), dem beauftragten Bauunternehmen, den Architekten und den beteiligten Fachbüros wird bereits seit einiger Zeit an der Werkplanung für das Stadion gearbeitet.

Im Zuge der Öffentlichkeitsbeteiligung im Rahmen des Stadionprojektes wird begleitend zur Bauphase zusätzlich ein sogenanntes Nachbarschaftsforum eingeführt. Es tritt an die Stelle des bisherigen Begleitforums uns soll einem Kreis der direkt Betroffenen im Umfeld des Stadionstandortes einen regelmäßigen Austausch über den Projektstand bzw. die anstehenden Bauarbeiten ermöglichen.

Ein wichtiges Thema ist darüber hinaus auch die Erarbeitung eines Anwohnerkonzeptes analog der jetzigen Situation an der Schwarzwaldstraße. In Abstimmung mit den Anwohnerinnen und Anwohnern sowie den Gewerbetreibenden aus dem Mooswaldsollen Maßnahmen entwickelt werden, die alle Interessen berücksichtigen. Hier geht es vor allem um die Minimierung der Verkehrsbelastung an Spieltagen.

Ziel ist es, das neue Stadion zum Sommer 2020 fertigzustellen.

Baustelleneinrichtung und Erschließungsarbeiten können beginnen

Mit der Bekanntmachung im heutigen Amtsblatt ist der Bebau-ungsplan für das neue SC-Stadion rechtskräftig. Bereits Mitte September wurde die Änderung des Flächennutzungsplanes für den Bereich des neuen Stadions durch das Regierungspräsidium genehmigt. In den nächsten Tagen wird auch die Baugenehmigung erwartet.

Das Inkrafttreten des Bebauungsplans ist die Voraussetzung für die nun anstehenden Erschließungsarbeiten. Ende nächster Woche beginnt das Garten- und Tiefbauamt mit der Wurzelstockrodung, d.h. dass die bislang im Boden verbliebenen Wurzeln entlang des Wolfsbucks und der Granadaallee ausgegraben werden dürfen. Die Arbeiten werden von einem spezialisierten Forstbetrieb durchgeführt und von einer unabhängigen Umweltbaubegleitung fachlich überwacht.

Eine weitere, jetzt anstehende Maßnahme ist der Bau der Planstraße Ost. Sie ist die Verbindung zwischen der Granada- und der Madisonallee und damit die zentrale Erschließungsachse des neuen Stadionareals. Die Bauarbeiten hierfür sollen noch im November beginnen. Im Frühjahr 2019 sollen dann die beiden Planstraßen West und Nord sowie die gesamten Freianlagen im südlichen Bereich des Stadionstandortes ausgeschrieben werden. Ziel ist es, die neuen Straßen gemeinsam mit dem Stadion zum Sommer 2020 fertigzustellen.

Im Rahmen der vorbereitenden Arbeiten zur Erschließung des neuen SC-Stadions wurde bereits ein Teil des Magerrasens verlegt sowie umfangreiche Arbeiten zum Bau von Kanälen und Versorgungsleitungen durchgeführt. Derzeit finden westlich des zukünftigen Stadionortes Arbeiten an einem großen Regenwasser-Versickerungsbecken statt.

Der nächste wichtige Schritt zur Realisierung des Stadionneubaus am Wolfswinkel ist getan: In seiner Sitzung am Dienstag, 24. Juli, beschloss der Freiburger Gemeinderat mit großer Mehrheit die Satzung für den Bebauungsplan „Neues Fußballstadion am Flugplatz“.

„Mit dem Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan sind wir dem Bau des neuen Stadions einen großen Schritt näher gekommen“, sagte SC-Vorstand Oliver Leki nach der Ratssitzung im Bürgerhaus Zähringen. „Wir bedanken uns bei allen Beteiligten und für das klare Votum im Gemeinderat.“ Mit 36 Ja-Stimmen bei vier Enthaltungen und vier Gegenstimmen wurde in der letzten Sitzung vor der Sommerpause der Bebauungsplan für das neue SC-Stadion am Wolfswinkel verabschiedet.

Vor der Abstimmung blickten die Beteiligten noch einmal auf die Stationen des siebenjährigen Planungsprozesses zurück: Nach einer erfolgreichen Standortsuche zwischen 2011 und 2014 hatte der Gemeinderat im November 2014 mit großer Mehrheit dem Grundsatzbeschluss für das neue Stadion am Wolfsbuck zugestimmt und gleichzeitig einen Bürgerentscheid beschlossen, um das Großprojekt durch die Bürgerschaft direkt zu legimitieren. Mit Entscheidung der Freiburgerinnen und Freiburger am 1. Februar 2015 für ein neues Stadion gab es ein endgültiges Votum für das Stadion, welches nun durch den Gemeinderatsbeschluss die wichtigste politische Hürde genommen hat.

Von nun an steht die Baugenehmigung für das Stadion im Fokus, diese wird durch das Regierungspräsidium Freiburg erteilt. Sie wird für den Oktober erwartet, sodass danach die ersten Bauarbeiten beginnen können.

Pressemitteilung der Stadt Freiburg vom 26.6.2018:

Bebauungsplan „Neues Fußballstadion am Flugplatz“ liegt
zur Entscheidung vor

Umfangreichster Bebauungsplan der jüngsten Stadtgeschichte
nach dreijähriger Bearbeitungszeit

Sämtliche Fachthemen in akribischer Tiefe und gründlicher
Sorgfalt abgearbeitet –Über 200 Einwendungen bearbeitet

Sicherer Flugbetrieb mit geringen zeitlichen Einschränkungen
– Segelflugbetrieb voraussichtlich weiterhin möglich

Nach Abwägung aller Stellungnahmen und Gutachten:
Ursprünglicher Standort westlich der Startbahn hat sich als
stabil erwiesen – Spiegelvariante weniger geeignet

BM Haag: „Wir sind sicher, dass dieser Bebauungsplan zu
allen Fragen qualifizierte Lösungen gefunden hat, damit er
auch Rechtskraft erlangen kann.“

In der letzten Sitzung vor der Sommerpause am 24. Juli soll der
Gemeinderat über den Bebauungsplan „Neues Fußballstadion
am Flugplatz“ entscheiden, der mit seinen 1700 Seiten nur in
zwei dicken Aktenordnern Platz findet. Das Planwerk ist damit
nicht von der Fläche her aber vom Umfang der Untersuchungen,
Festsetzungen und Anlagen her der größte Bebauungsplan der
jüngsten Stadtgeschichte. Und er hat eine dementsprechend lange
Vorgeschichte: Nach einer erfolgreichen Standortsuche zwischen
2011 und 2014 hat der Gemeinderat im November 2014
mit großer Mehrheit dem Grundsatzbeschluss für das neue Stadion
am Wolfsbuck zugestimmt. Und er hat gleichzeitig einen
Bürgerentscheid beschlossen, um das Großprojekt durch die
Bürgerschaft direkt zu legimitieren. Auch das ein Novum der
Stadtgeschichte. Mit Entscheidung der Bürgerschaft am 1. Februar
2015 für ein neues Stadion gab es ein endgültiges Votum für
das Stadion.

An dem Bebauungsplan arbeitet die Verwaltung nach dem Aufstellungsbeschluss 2013, der frühzeitigen Öffentlichkeitsbeteiligung
und dem Bürgerentscheid 2015 als eigentlichem Startschuss
nun seit insgesamt drei Jahren. Notwendig waren dazu
rund 44 fachliche Gutachten, um sämtliche relevanten Themen
wie Umwelt, Natur, Verkehr, Lärm, Klima und Flugsicherheit in
größtmöglicher Tiefe zu untersuchen.

Alle Ergebnisse der Fachgutachten und der frühzeitigen Beteiligung
der Öffentlichkeit und Behörden sind in den Bebauungsplan
eingeflossen und berücksichtigt. Ebenso hat die Offenlage mit
der förmlichen Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden im
Sommer 2017 zu weiteren Fragestellungen geführt, denen die
Verwaltung akribisch nachgegangen ist. Von Bürgerinnen und
Bürgern direkt sind insgesamt 172 Stellungnahmen eingegangen,
fünf von Vereinen oder Bürgerinitiativen. Weiterhin haben sich 39
Behörden/ Träger öffentlicher Belange und fünf Nachbargemeinden
am Verfahren beteiligt. Für sämtliche Fragestellungen hat die
Verwaltung qualifizierte Lösungen gefunden und sie in den Bebauungsplan
eingearbeitet. In dem Bebauungsplan enthalten sind auch elf Gebiete für planexterne Ausgleichsmaßnahmen auf einer Fläche von zirka 70 Hektar. Diese sind notwendig, um Eingriffe in Natur und Landschaft zu kompensieren.

Die Ergebnisse in Bezug auf den Flugplatz Freiburg sind nahezu
rundum positiv. Alle Untersuchungen haben den Nachweis
erbracht, dass sogenannte „Luftverwirbelungen“ keine negativen
Auswirkungen auf den Flugbetrieb haben werden. Die sehr
strengen Risikomaßstäbe erfordern zwar an Spieltagen eine
stundenweise Sperrung des Flugbetriebs – der zeitliche Gesamtumfang
der Sperrungen liegt jedoch, bezogen auf das Gesamtjahr,
im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Auch für die Segelflieger
gibt es eine positive Aussicht, dass sie – entgegen aller
geäußerten Bedenken – bleiben können.

Die Ergebnisse aller eingebrachten Einwendungen liegen jetzt
vor. Ein Schwerpunkt der Untersuchungen der letzten Monate
war die von der Bürgerinitiative „Pro Flugplatz e.V.“ eingebrachte
„Spiegellösung“. Dieser alternative Stadion- Standort östlich der
Landebahn mit Verlagerung der Flugplatzinfrastruktur auf die
Westseite konnte qualifiziert geprüft werden, nachdem ihn die
Verwaltung planerisch konkretisiert und sogar eine zusätzliche
optimierte Planungsvariante erarbeitet hatte. Die mehrmonatigen
Untersuchungen durch die Verwaltung, unterstützt durch externe
Fachgutachter, haben folgendes ergeben:

Die Planungsziele einer funktionsfähigen Erschließung und ein
sicherer Stadionbetrieb werden dort nicht erreicht. In der Gesamtschau
überwiegen die Nachteile der Spiegelvariante und sie ist insofern deutlich weniger geeignet als die Bebauungsplanvariante.
Für die politische Bewertung ist darüber hinaus maßgeblich,
dass die Spiegellösung zu einer erheblichen Projektverzögerung
und massiven Zusatzkosten führen würde.

In der umfangreichen Alternativprüfung der sogenannten Spiegellösung
konnten unter anderem folgende Vorteile gegenüber der
Bebauungsplanvariante identifiziert werden:
1. der Eingriff in den Wolfsbuck entfiele,
2. die Lärmbelastung für das Wohngebiet Mooswald durch Sportlärm
wäre geringer
3. der Magerrasen weniger belastet.
4. die zusätzliche Haltestelle südlich des Stadions entfiele

Folgende Gründe fallen für die Spiegellösung jedoch nachteilig
ins Gewicht:
– Die Spiegellösung bietet nicht ausreichend Platz für einen
Stadionstandort, denn der mögliche Bebauungsraum ist
zirka 3 ha kleiner als in der Variante des Bebauungsplans.
Die vorgelegten Skizzen der Spiegellösung täuschen:
Die Spielfeldgröße ist deutlich zu klein eingetragen
(nur 85 % der tatsächlich benötigten Fläche) und auch in
der optimierten Fassung ist der zur Verfügung stehende
Raum wesentlich kleiner als in der Bebauungsplanvariante.
– Eine Entzerrung der Besucher auf dem Weg von der
Stadtbahnhaltestelle zum Stadion ist dadurch nicht möglich.
Für die zirka 10 000 Menschen, die vor und nach
Spielbeginn zum Stadion strömen, ist dies ein erhebliches
Sicherheitsrisiko. In der Bebauungsplanvariante ist dieser
Korridor rund 800 Meter lang, in den beiden Varianten der
Spiegellösung lediglich 220, bzw 150 Meter. Auch der
Einsatz von Rettungs- und Ordnungskräften wär durch die
räumliche Enge in nicht verantwortbarer Weise beeinträchtigt.
– Das Stadion rückt bei der Spiegellösung näher an die
Start- und Landebahn, bzw. an die Grasbahn des Segelflugs.
Dadurch ist ein Stadionkörper in ausreichender Höhe
an dieser Stelle nahezu unmöglich. Die Spiegelvariante
ließe im besten Fall nur eine Höhe von knapp 20 Metern
zu, sechs Meter weniger als die Bebauungsplanvariante.
Dadurch ergäben sich deutliche funktionale Probleme
(Belichtung, Belüftung, Entfluchtung, Wegeführung,
Andienung).
– Die verkehrliche Erschließung schneidet in der Spiegelvariante
deutlich schlechter ab. Die Erschließungsstraße,die zur Granadaallee hinführen würde, läge östlich Startund
Landebahn. Das Staurisiko am Knoten Granadaallee/
Herrmann-Mitsch-Straße steigt dadurch deutlich
an. Die Bebauungsplanvariante erlaubt hingegen eine
nahezu optimale Verteilung der Verkehrsströme in alle
Richtungen. Die hier vorgesehene „Planstraße Ost“ zwischen
Granada- und Madisonaallee kann auch im Alltagsbetrieb
täglich 10 000 Fahrzeuge zur Entlastung der
Hermann-Mitsch-Straße aufnehmen. Dies entlastet somit
auch erheblich den Verkehr bei Zusammentreffen von
Messe- und Stadionbetrieb. Diese Vorzüge entfallen bei
der Spiegelvariante.
– Ein wichtiges Planungsziel kann mit der Spiegelvariante
nicht erreicht werden, da SC-Trainingsplätze auf der Fläche
nicht realisiert werden könnten. Der Spiegel-Standort
wäre also kein Trainingsstandort für die erste und zweite
Mannschaft, so wie es Ziel der Planung ist
– Die zeitnahe Flächenverfügbarkeit ist bei der Spiegelvariante
nicht gesichert. Zwar haben die Mitglieder der Bürgerinitiative
„Pro Flugplatz Freiburg e.V.“ ihre Mitwirkungsbereitschaft
zugesichert, jedoch gibt es auch langfristige
Pächter auf dem Flugplatzareal, die sich zur Verfügbarkeit
ihrer Fläche noch nicht geäußert haben
– Durch die Verschiebung der gesamten Flugplatzinfrastruktur
(Hallen, Tower, Tankstelle etc.) in Richtung Stadtteil
Mooswald und Universitätsbebauung in der Spiegelvariante
ist dort ganzjährig mit einer spürbaren Lärmmehrbelastung
zu rechnen. Diese geht insbesondere auch auf
den intensiven Hubschrauberbetrieb z.B. von Rettungsund
Einsatzhubschraubern, auch in der Nacht, zurück.
– Darüber hinaus konnten mehrere angeführte Vorteile der
Spiegellösung einer vertiefenden Prüfung nicht standhalten:
Der einzige nachweisbar positive Effekt ist eine eventuell
mögliche Reduzierung der Sperrzeit des Flugplatzes
nach Spielschluss um ca. 30 min. Grundsätzlich ist jedoch
auch bei der Spiegellösung eine mehrstündige Sperrung
für den Flugverkehr an Spieltagen notwendig und bietet
insofern auch keinen nennenswerten Vorteil.
– Auch im Themenfeld Umwelt relativieren sich nach genauerer
Prüfung die in der Argumentation vorgebrachten
Vorteile: Zwar könnten unter Umständen bis zu 3,9 ha
Magerrasen geschont werden, doch sind auch hier die
Eingriffe in den Lebensraum der Dohlen erheblich.
– Aufgrund des Flächenbedarfs für ein Parkhaus südlich
des Möbelhauses XXX Lutz an der Hermann – Mitsch-
Straße wäre der zur Realisierung eines Wohnungsbauprojekts
notwendige Grundstückstausch nicht mehr möglich.

All dies sind für die Verwaltung gewichtige Gründe, an der
vorgelegten Bebauungsplanvariante festzuhalten.

Baubürgermeister Martin Haag fasst das Ergebnis aller Untersuchungen
und Einwendungen wie folgt zusammen: „Wir haben
diesen Bebauungsplan mit höchster Akribie, Sorgfalt und Tiefe
erarbeitet. Der von Anfang an verfolgte Standort hat sich in den
Untersuchungen sämtlicher relevanter Felder als stabil und geeigneter
als die Spiegellösung erwiesen. Wir müssten mit der
Spiegelvariante bei null anfangen und könnten auf Jahre hin nicht
von einer Realisierung ausgehen.“

Und Sportbürgermeister Stefan Breiter ergänzt: „Wir sind im Zeitplan
und halten gemeinsam mit dem SC Freiburg an dem Ziel
fest, bis 2020 das neue SC-Stadion fertig zu stellen.“

SC-Vorstand Oliver Leki: „Der Bebauungsplan ist ein weiterer
wichtiger Schritt für die erfolgreiche Realisierung des Stadionprojekts.
Damit liegen wir weiter im Zeitplan, was für den Sport-Club
von ganz großer Bedeutung ist. Die so genannte Spiegelvariante
hätte erheblichen Zeitverzug und Mehrkosten bedeutet und wäre
dennoch nie zu einer tragfähigen Alternative geworden.“

Am Mittwoch, den 25. Juli 2018 findet die inzwischen 5. Sitzung
des Begleitforums zum Neubau des SC Stadions statt, um die
im Verfahren gefundenen Lösungen zu erläutern und zu diskutieren.
Das Begleitforum wurde vor drei Jahren nach dem Bürgerentscheid
vom Gemeinderat, auf Vorschlag der Verwaltung, als
Teil des Dialog- und Kommunikationskonzepts für die weiteren
Planungsschritte beschlossen. In dem Begleitforum werden Bürgervereine
und Bürgerinitiativen pro und contra Stadion, Vertretungen
der Jugend, Senioren, Menschen mit Behinderung, Umweltverbände,
Wirtschaft, Universität und Forschungsinstitute
sowie des Sport-Club und seiner Fangruppierungen ca. halbjährlich
über den Stand der Stadionplanung informiert.

Parallel zum Begleitforum fanden in der Planungsphase nach
dem Bürgerentscheid für einzelne Zielgruppen wie Flugsportvereine
und –betriebe, die Möbelhäuser entlang der Hermann-
Mitsch-Straße oder Mooswald-Bewohner eigene Gespräche zu
den jeweils direkt berührenden Fragestellungen statt. Damit wurde
neben den gesetzlich vorgeschriebenen Beteiligungsverfahren
ein Austausch ermöglicht um größtmögliche Transparenz zum
Projekt zu schaffen und in einem konstruktiven Dialog mit allen
zu bleiben, die direkt oder mittelbar als Anlieger, Gewerbetreibende
oder Nutzer des Flugplatzes vom künftigen Stadion betroffen
sind.

Auch für die nun anstehende Bauphase wird es wieder ein Beteiligungs-
und Kommunikationsangebot
geben, um alle in dieser
Phase aufkommenden Herausforderungen, wie den Umgang
mit Verkehr und Stadionbesuchern im Stadtteil Mooswald an
Spieltagen, im Sinne einer guten Nachbarschaft zu meistern. Ein
Konzept hierzu wird zurzeit unter Federführung der Stabsstelle
Bürgerbeteiligung im Amt für Projektentwicklung und Stadterneuerung
(APS) erarbeitet und anschließend mit den Beteiligten abgestimmt.

Der vollständige Bauantrag liegt seit dem 10. April 2018 vor. Auf
dieser Grundlage wurden die notwendigen Anhörungen und Beteiligungen
durchgeführt (Fachbehörden, Angrenzer etc.). Das Regierungspräsidium ist für die Erteilung der Baugenehmigung und für die in diesem Rahmen eingegangenen Einwendungen zuständig, da Antragstellerin die Stadion Freiburg Objetkträgergesellschaft(SFG) als städtische Tochter ist. Derzeit werden die Einwendungen und Stellungnahmen bearbeitet. Schwerpunkt der laufenden Prüfungen der Bauantragsunterlagen sind die Bereiche Lärmschutz, Sicherheit (v. a. Brandschutz und Einhaltung
der Vorgaben der Versammlungsstättenverordnung) und Barrierefreiheit.
Es wird angestrebt, die Unterlagen Anfang August 2018 dem Regierungspräsidium vorlegen zu können, das von Anfang an in die Bearbeitung des Antrags eingebunden wurde. Anfang Oktober wird die Baugenehmigung erwartet.

Zeitgleich mit dem Satzungsbeschluss des Bebauungsplans
bringt das Bürgermeisteramt auch eine Drucksache zur Fortschreibung
der Gesamtkostenkalkulation für die Infrastruktur des Umfelds des Stadions in den Gemeinderat ein. Es wird nachgewiesen, dass das Projekt unter Berücksichtigung der seit 2014 aufgelaufenen Baukostensteigerungen auch in finanzieller Hinsicht im Plan liegt. Die Verwaltung hat dieses erreicht, obwohl teilweise erhebliche und nicht vorhersehbare Herausforderungen aufgetreten sind (z.B. umfangreichere Gutachten).

Der Grundsatzbeschluss des Gemeinderates von 2014 fußte auf
einer sogenannten Investitionskostenprognose. Diese Prognose
sowohl für das Stadion als auch für die städtische Infrastruktur für
das Umfeld des Stadions wurde in einem frühen Projekt- und
Kenntnisstand angefertigt und umfasste neben der technischen
und verkehrlichen Infrastruktur die Kosten für die Fachgutachten
und für benötigte Ausgleichsflächen. Für dieses Paket waren
Ausgaben in Höhe von 47 Millionen Euro vorgesehen, zudem
stimmte der Gemeinderat gleichzeitig einem Kostenpuffer von 10
Prozent zu (insgesamt 51,7 Mio. Euro). Darüber hinaus ist es
üblich, indexierte Baukostensteigerungen mit ein zu beziehen (in
dem vorliegenden Fall wird von 4% pro Jahr ausgegangen, das
ergibt dann ein Projektbudget von 60,5 Mio. Euro Stand 2018).

Die aktuelle Kostenschätzung geht jetzt von Kosten für die Infrastruktur
des Stadionumfelds in Höhe von 55,2 Millionen aus (Erschließung
36,8 Mio. Euro, P+R 1,2 Mio. Euro, Bauleitplanung,
Gutachten 2,4 Mio. Euro, Ausgleichsflächen 10,7 Millionen Euro
und sonstiges 4,0 Mio. Euro) und bleibt damit nach derzeitiger,
fortgeschriebener Schätzung noch unter dem Kostenrahmen. Die
Investitionsbaukosten der Stadion Freiburg Objektträger GmbH &
Co. KG bleiben nach der Entscheidung für Köster GmbH/HPP
Architekten gegenüber Sommer 2017 unverändert bei 76,5 Mio.
Euro Nettobaukosten.

Vorarbeiten für Kanalbau starten am 9. Juli
Am Montag, den 9.Juli beginnen Oberbodenarbeiten entlang der
Trasse des Schmutzwasserkanals im Bereich der Straße Im
Wolfswinkel. Dort wird der Schmutzwasserkanal verlegt, der später
an das Stadion und an das Viertel der Universität angeschlossen
werden soll Die Baustellenandienung erfolgt über die vorhandene
Baustraße im Baugebiet und die Madisonallee. Eine
Befahrung der Straße Im Wolfswinkel ist nicht vorgesehen. Erst
Ende des Jahres wird der Schmutzwasserkanal im Bereich des
Parkplatzes hergestellt. Der dann noch fehlende Abschnitt in der
Straße Im Wolfswinkel mit der Querung der Bahngleise wird
durch die DB im Zuge der Gleissanierung 2019 hergestellt.

Pressemitteilung der Stadt Freiburg vom 16.4.2018:

Das Baurechtsamt hat die Nachbarbeteiligung zum Baugenehmigungsverfahren anlässlich des geplanten Neubaus eines Fußballstadions im Wolfswinkel eingeleitet. Parallel dazu führt die Stadt auch noch ein Bebauungsplanverfahren durch, das im Sommer 2018 abgeschlossen werden soll. Das konkrete Bauvorhaben bedarf aber auch noch einer Baugenehmigung.

Hierfür ist am 30.11.2017 ein Bauantrag eingereicht worden, der in den vergangenen Monaten noch durch verschiedene wichtige Unterlagen vervollständigt werden musste. Deshalb kann jetzt das Baugenehmigungsverfahren eröffnet werden, in dem das Baurechtsamt die Eigentümer betroffener Nachbargrundstücke und alle Behörden anhört, deren Aufgabenbereich berührt wird.

Sofern im Verfahren nachbarrechtliche Einwände vorgetragen werden, sind diese an das Regierungspräsidium Freiburg abzugeben, da die Stadt selbst an der Stadiongesellschaft beteiligt ist.

Pressemitteilung der Stadt Freiburg vom 25.1.2018: Baumfällungen an der Granadaallee und Rückschnitte am nördlichen Wolfsbuck

Im Rahmen der vorbereitenden Arbeiten zur Erschließung des neuen SC-Stadions werden im Laufe der kommenden Woche Baumfällungen und Rückschnittarbeiten vorgenommen. Betroffen hiervon sind beide Seiten der Granadaallee auf Höhe des Flugplatzes. Die Fahrbahn wird hier auf jeweils einen Fahrstreifen verengt. Mit Verkehrsbehinderungen und Staubildung zu den Stoßzeiten muss gerechnet werden.

Im gleichen Zeitraum werden letzte Rückschnittarbeiten am nördlichen Teil des Wolfsbucks durchgeführt. In diesem Bereich befinden sich besonders geschützte Lebensräume der Haselmaus – daher wird bei den Rückschnitten besonders sorgfältig und abschnittsweise vorgegangen. Die Maßnahmen sind – wie alle anderen umweltrelevanten Eingriffe – mit den zuständigen Behörden abgestimmt und werden fachlich durch eine unabhängige Umweltbaubegleitung betreut und überwacht. Die Ausführung übernimmt ein spezialisierter Forstbetrieb.

Das Garten- und Tiefbauamt bittet die Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die Arbeiten und die damit verbundenen Einschränkungen in der Granadaallee. Die ausführende Firma wird die Behinderungen auf ein Minimum reduzieren.

Pressemitteilung der Stadt Freiburg vom 6.12.2017: Bebauungsplan, geplanter Bauablauf, Natur- und Artenschutz, VOB-Verfahren

Am 5. Dezember 2017 fand die vierte Sitzung des Begleitforums zum neuen SC-Stadion statt. Das Forum dient im Rahmen des Dialogverfahrens der Information der Anlieger, Betriebe und Interessengruppen wie Bürgervereinen und Bürgerinitiativen. Themen der vierten Sitzung im Technischen Rathaus waren der Bebauungsplan, der geplante Bauablauf, der Natur- und Artenschutz sowie die Ergebnisse des Ausschreibungsverfahrens für das Stadion.

Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Fachämter der Stadtverwaltung sowie der Stadion Freiburg Objektträger GmbH & Co. KG (SFG) informierten in kompakten Vorträgen über den aktuellen Stand sowie die Planungen und beantworteten Fragen aus dem Gremium. So gab das Stadtplanungsamt einen Zwischenstand zu den Stellungnahmen und Einwendungen zum Bebauungsplan, die laufende Auswertung und fachliche Bewertung. Der Satzungsbeschluss durch den Freiburger Gemeinderat wird vor der Sommerpause 2018 angestrebt.

Einen zusammenfassenden Überblick der bereits laufenden vorbereitenden Arbeiten (Entwidmung, Vergrämung, Kampfmittelsondierung etc.) lieferte das Garten- und Tiefbauamt. Ebenso erläuterte die Verwaltung die nächsten Schritte, wie z.B. den Bau von Bau- und Erschließungsstraßen und die Rodungsarbeiten. Über Ausgleichsmaßnahmen im Natur- und Artenschutz (beispielsweise für den Magerrasen, den gestreiften Klee, die Beißschrecke oder die Zauneidechse) informierte ebenfalls das Stadtplanungsamt ebenso wie über die Sicherung und Kontrolle der Maßnahmen und die Umweltbegleitung.

Abschließend gaben die Geschäftsführer der SFG Marcel Boyé und Jochen Tuschter einen Einblick in das sogenannte VOB-Verfahren (Vergabeverfahren), welches in der Auswahl eines Siegerentwurfs für den Stadionneubau mündete.

Die Zeitschiene des Verfahrens begann mit der europäischen Ausschreibung im März 2016, führte über mehrere Angebote, Bietergespräche und Entscheidungen des SFG-Aufsichtsrates hin zum Vertragsschluss mit dem sogenannten Totalunternehmer Ende August.

Boyé beschrieb die Besonderheiten und Vorzüge des Siegerentwurfs, darüber hinaus informierte er über die Voraussetzungen für Photovoltaik, die geplante Nutzung von Fernwärme, den hohen Anteil an Rollstuhlplätzen und das integrierte Hauptgebäude.

Das nächste Begleitforum findet turnusmäßig in zirka einem halben Jahr statt.

Pressemitteilung der Stadt Freiburg vom 16.4.2018:

Die Stadt Freiburg wird am kommenden Montag, den 4. Dezember, mit den Arbeiten an der Einmündung der derzeitigen Baustraße nördlich des Fakultätsgeländes in die Madisonallee beginnen.

Der Mittelstreifen der Madisonallee wird in diesem Bereich zurückgebaut und mit Asphalt befestigt, so dass von der Baustraße nach links in die Madisonallee abgebogen werden kann. Derzeit ist nur das Rechtsabbiegen möglich. Ebenso kann künftig von der Madisonallee nach links auf das Fakultätsgelände eingebogen werden. Für optimale Verkehrssicherheit sorgt eine neu errichtete Ampelanlage.

Dadurch können die bereits laufenden Arbeiten auf dem Gelände der Universität sowie die Baustellen rund um die Erschließung zum Bau des neuen SC-Stadions deutlich besser versorgt werden. Sämtliche Transportvorgänge werden beschleunigt.

Während der Bauarbeiten wird es temporär zu Fahrbahnverengungen und leichten Verkehrsbehinderungen in der Madisonallee kommen. Hiervon ist auch der Radverkehr betroffen. Eventuell erforderliche Umleitungen werden entsprechend ausgeschildert. Die Arbeiten werden ca. drei Wochen dauern und noch vor den Weihnachtstagen abgeschlossen sein. Die Gesamtkosten betragen rund 100.000 Euro und werden von der Stadt Freiburg, der Universität und dem Eigenbetrieb Stadtentwässerung getragen.

Mit den Arbeiten wurde die Firma Joos aus Hartheim beauftragt. Die örtliche Bauüberwachung übernimmt das Garten- und Tiefbauamt der Stadt Freiburg.

Pressemitteilung der Stadt Freiburg vom 8.11.2017: Kampfmittelbergung auf Baufläche SC-Stadion startet kommenden Montag und dauert zirka 5 Wochen

Anfang Oktober hat eine Spezialfirma bei den vorbereitenden Arbeiten zur Erschließung des neuen SC-Stadions Kampfmittelsondierungen durchgeführt. Ab kommenden Montag, 13. November, startet die Räumung der vorgefundenen bzw. vermute-ten Kampfmittel. Die Arbeiten werden vom Gelände des Flugplatzes nach und nach auf das gesamte künftige SC-Areal ausgedehnt.

Die durchgeführte Sondierung hatte einige Verdachtspunkte ergeben, die abgetragen werden müssen. Darüber hinaus werden bei den Arbeiten auch alte Leitungsbestände entfernt. Da sich die mit der Bergung verbundenen Eingriffe zum Teil im Bereich des geschützten Magerrasenbiotops befinden, werden die Arbeiten durch eine unabhängige Umweltbaubegleitung betreut und überwacht. Die oberen Bodenschichten werden sorgsam abgetragen, seitlich gelagert und nach abgeschlossener Bergung unmittelbar wieder geschlossen. Diese Vorgehensweise wurde auch mit der Unteren Naturschutzbehörde des Umweltschutzamtes abgestimmt.

Mit den Arbeiten wurde die Firma Schollenberger aus Celle beauftragt, die auf Kampfmittelbeseitigung spezialisiert ist. Die gesamte Bergung dauert zirka 5 Wochen.

Pressemitteilung der Stadt Freiburg vom 25.10.2017: Bau des Stadions am Flugplatz ist auch aus Sicht der Luftverkehrsbehörde möglich +++ Stellungnahme des Regierungspräsidiums Stuttgart zur Luftsicherheit am geplanten Stadion am Wolfsbuck vor zwei Tagen eingegangen

Die aktuelle Stellungnahme des Regierungspräsidiums (RP) Stuttgart vom Montag, 23. Oktober, bestätigt die Einschätzung der Gesellschaft für Luftverkehrsforschung (GFL), dass ein sicheres Nebeneinander von Stadion und Flugbetrieb am Wolfsbuck möglich ist. Das Schreiben des RP ergänzt eine im Rahmen der Offenlage des Bebauungsplan-Entwurfs eingegangene Stellungnahme vom August. Darin ging es um die Thematik der Flugmeteorologie und Flugsicherheit, diese hatte jedoch Ergebnisse, Bewertungen und Erläuterungen der Gutachter von der GFL nicht berücksichtigt sowie die Methodik der Gutachterbüros angezweifelt.

In der ergänzenden Stellungnahme jetzt wird in dem entscheidenden Punkt der Veränderung von Luftströmungen ausdrücklich „an der Kritik der Untersuchungsmethode der GFL nicht mehr festgehalten“. Zum andern stellt das RP fest, dass Veränderungen von Luftströmungen durch das Stadion zwar nicht gänzlich auszuschließen seien, diese sich aber „im tolerablen Bereich“ hielten. Die GFL sei „nachvollziehbar zu dem Ergebnis gekommen, dass Risikominderungsmaßnahmen wegen veränderter Strömungsverhältnisse nicht erforderlich sind“. Auch bezüglich aller wichtigen anderen Fragen bestätigt das RP das Vorgehen und die Schlussfolgerungen der GFL als nachvollziehbar und belastbar, darunter die im Flugsimulator erzielten Ergebnisse. Daneben enthält die Stellungnahme einzelne durch die Stadt umzusetzende Auflagen.

Für das Bürgermeisteramt steht damit fest, dass mit Umsetzung der gutachterlichen Empfehlungen und der Auflagen des RP Stuttgart das Stadion am Wolfswinkel gebaut werden kann und zugleich ein sicherer Flugbetrieb am Flugplatz Freiburg möglich ist.

Die Bauverwaltung hat die Stellungnahme direkt nach Erhalt am vergangenen Montag an sämtliche Fraktionen des Gemeinderats verschickt. Auch die Bürgerinitiative Pro Flugplatz hat die Stellungnahme am Montag erhalten.

Pressemitteilung der Stadt Freiburg vom 26.09.2017: Vorbereitende Arbeiten zur Erschließung des Baufelds SC-Stadion am Wolfsbuck beginnen: Kampfmittelsondierung, Baustraße, Übertrag von Teilen des Magerrasens, Erdarbeiten für Versorgungsleitungen +++ Ordnungsgemäße Vergrämung der Zauneidechse vorab – Reptilienzaun vermeidet Rückwanderung der Eidechsen +++ Entwidmungsverfahren vor dem Abschluss

In den ersten Oktobertagen werden die vorbereitenden Arbeiten zur Erschließung des neuen SC-Stadions beginnen. In dem gesamten Baufeld zwischen Mooswald, Wolfsbuck und Flugplatz erfolgt zunächst eine umfassende Kampfmittelsondierung und gegebenenfalls eine Kampfmittelräumung. Danach muss die Einmündung von der Madisonallee in Richtung der sogenannten „Papststraße“ zum Abbiegen für Baufahrzeuge hergerichtet werden. Da sich innerhalb des Baufelds ein geschütztes Magerrasenbiotop befindet, wird aus den betroffenen Bereichen Magerrasen auf die rekultivierte Deponie Eichelbuck übertragen. Der verbleibende Teil des Magerrasens im zukünftigen Baufeld, der noch nicht von den folgenden Erschließungsarbeiten betroffen sein wird, wird eingezäunt und in einem Jahr übertragen. Dazu kommen erste Leitungsarbeiten und ab Dezember wird ein neuer Sicherheitszaun zur Flugplatzseite gebaut. Über den Jahreswechsel 2017 / 2018 stehen dann umfangreiche Rückschnittarbeiten am Wolfsbuck sowie im Bereich der Granadaallee auf Höhe des Wolfstegs an, um die künftige Erschließungsstraße Ost bauen zu können. In einem Teilbereich wird aus artenschutzrechtlichen Gründen die Rodung der Gehölzstöcke im Mai 2018 erfolgen. Das Vorgehen der Stadt erfolgt in Abstimmung mit dem Regierungspräsidium Freiburg.

Die hier beschriebenen vorbereitenden Arbeiten können unabhängig von der Rechtskraft des Bebauungsplanes durchgeführt werden, da es sich nicht um Erschließungsarbeiten im planungsrechtlichen Sinne handelt. Alle Arbeiten basieren auf einem Beschluss des Gemeinderates vom 20. Mai und werden außerdem gemäß demselben Gemeinderatsbeschluss durch eine unabhängige Umweltbaubegleitung betreut und überwacht. Diese berichtet regelmäßig an die zuständigen Umwelt- und Naturschutzbehörden. Alle Maßnahmen finden unter strengster Beachtung aller fachlichen und naturschutzrechtlichen Vorgaben statt.

Diesen Arbeiten vorgelagert waren einzelne Maßnahmen zur Umsetzung von artenschutzrechtlich notwendigen, sogenannten vorgezogenen Ausgleichsmaßnahmen sowie der damit einhergehenden „Vergrämung“ geschützter Arten, die auch in Anfragen aus dem Gemeinderat thematisiert wurden und inzwischen ausführlich mündlich und schriftlich beantwortet sind.

Hierbei sind am südlichen Wolfsbuck ein Ersatzhabitat für die Zauneidechse geschaffen und mögliche im Baufeld befindliche Tiere vergrämt worden. Nach einer artenschutzfachlichen Prüfung der Baubegleitung auf Vorkommen von geschützten Vogelarten haben Ende August Mäharbeiten und Rückschnittarbeiten an Gehölzen stattgefunden, danach sind eine Folie ausgelegt sowie Hackschnitzel ausgestreut worden. Mit Hilfe dieser gemäß den Standards der Landesanstalt für Umwelt ausgeführten „Vergrämungsmaßnahmen“ wird der Lebensraum für die Eidechsen unattraktiv gemacht und die Tiere dazu veranlasst, aus dem künftigen Eingriffsbereich abzuwandern und in die zuvor angelegte Ersatz-Lebensräume im oberen Teil des Wolfsbucks auszuweichen. Diese nach Artenschutzrecht notwendige Vorgehensweise ist nur im August/September möglich, da die Tiere während dieses Zeitraums besonders agil und die Jungtiere schon ausreichend mobil sind. So wird gewährleistet, dass kein Tier aufgrund der Winterruhe im zukünftigen Eingriffsbereich verbleibt und zu Schaden kommt.

Zum Abschluss dieser Arbeiten muss jetzt entlang der Grenze des Stadion-Baufeldes ein mobiler Reptilienschutzzaun aufgestellt werden, der ein mögliches Zurückwandern der Tiere in Richtung des künftigen Baufeldes verhindert.

Das Entwidmungsverfahren der für den Stadionbau benötigten Teilflächen des Flugplatzareals steht kurz vor dem Abschluss. Eine entsprechende Genehmigung wird von der seit April zuständigen Luftverkehrsbehörde im Regierungspräsidium Stuttgart erfolgen.

Mit der Entwidmung liegt für diese Flächen eine wichtige Voraussetzung für den Erlass des Bebauungsplanes durch den Gemeinderat vor. Zum Waldumwandlungsverfahren für das SC-Stadion bestätigt das Regierungspräsidium Freiburg, dass die von der Stadt beantragte Waldumwandlungserklärung in den nächsten Tagen erteilt werden wird.

Mit Inkrafttreten der Entwidmung stehen die Grasbahnen für den Segelflug nicht mehr zur Verfügung. Der Antrag für die Neuanlage einer Segelflugbahn am Standort Freiburg ist bereits eingereicht. Bis die neue Bahn benutzt werden kann, steht den Segelfliegern die bestehende Hartbahn mit gewissen Einschränkungen zur Verfügung. Damit war der Segelflug hier mehr als drei Monate länger möglich, als den Flugplatznutzern im Juli 2016 angekündigt wurde.

Köster GmbH mit Bau beauftragt +++ Entwurf von HPP Architekten GmbH +++ 34.700 Plätze, hoher Stehplatzanteil, ausdrucksstarke Form +++ Oberbürgermeister Dieter Salomon und SC-Präsident Fritz Keller: „Das neue SC-Stadion wird einzigartig und unverwechselbar.“

Der SC Freiburg, die Stadt Freiburg und die Stadion Freiburg Objektträger GmbH & Co. KG (SFG) haben am Donnerstag den Siegerentwurf für das neue Freiburger Fußballstadion vorgestellt.

Mit dem Stadionbau beauftragt wurde das Unternehmen Köster GmbH aus Osnabrück, welches bei diesem Projekt mit der HPP Architekten GmbH aus Düsseldorf kooperiert. Beide Unternehmen verfügen über einen großen Erfahrungsschatz im Stadionbau.

Der Freiburger Stadionentwurf sieht eine Kapazität von ca. 34.700 Plätzen vor, wovon rund 36% als Stehplätze (ca. 12.400) ausgewiesen sind. Die Heimtribüne hinter dem Tor auf der Südseite des neuen Stadions besteht aus einem Rang, wohingegen die anderen Bereiche des Stadions als Zwei-Rang-Stadion entworfen sind.

Das Stadion wird im Nordwesten der Stadt im Wolfswinkel neben Flugplatz und Messe entstehen. Integriert sind die Geschäftsstelle als auch die Funktionsräume der Profi- und der U23-Mannschaft. Es hat eine Höhe von knapp 25 Metern und eine ausdrucksstarke rechteckige Grundform.

„Das neue SC-Stadion wird einzigartig und unverwechselbar. Es nach den vielen Jahren der Planungen nun präsentieren zu dürfen, erfüllt uns mit großer Freude. Das Stadion wird höchsten Ansprüchen an Funktionalität und Architektur gerecht. Was mich an dem Entwurf besonders überzeugt, ist die Tatsache, dass es sich um ein richtiges Fußballstadion handelt, bei dem man schon aus der Ferne sehen kann, wofür er steht. Das neue Stadion ist ein existenzieller Schritt für unseren Verein. Ich bin fest davon überzeugt, dass es Heimat für alle SC-Fans werden wird“, so SC-Präsident Fritz Keller.

„Der Entwurf des neuen Stadions zeigt schon jetzt, dass im Wolfswinkel wieder was entstehen wird, was einen ganz eigenen Charakter besitzt. Das Stadion bildet die Identität Freiburgs und des Sport-Club hervorragend ab. Es steht für Nachhaltigkeit, Offenheit, Kreativität und Bodenständigkeit“, sagt Dieter Salomon, Oberbürgermeister der Stadt Freiburg.

SC-Vorstand Oliver Leki: „Den Fußball-Standort Freiburg zu sichern und zu entwickeln, ist unser Antrieb – für unsere Fans, den Verein, die Stadt, die Region, unsere Partner und unsere Sponsoren. Das neue Stadion ist hierfür die Grundvoraussetzung. Wir haben in den letzten Monaten und Jahren viel Energie, Leidenschaft, Zeit und Geld in dieses Projekt investiert. Umso mehr freue ich mich, dass es uns gelungen ist, einen derart guten Entwurf auszuwählen. Es ist ein wichtiges Etappenziel erreicht, nun gilt es weiterhin mit Klarheit sowie Entschlossenheit den Weg weiterzugehen.“

Den Leitgedanken des Entwurfes beschreibt das Architekturbüro HPP um Projektleiter Antonino Vultaggio: „Er basiert auf der architektonischen Formulierung eines identitätsstiftenden Baukörpers bestehend aus einer oktogonalen Grundform und eines orthogonalen Daches. Im Zusammenspiel mit den diagonalen Zugstützen entstehen ein dynamisches Erscheinungsbild sowie repräsentative und überdachte Zugangsräume an den Ecken. Der Bezug zum Stadioninnenraum wird bereits beim Betreten der Eingangsbereiche und der Promenade erlebbar, was die Vorfreude auf das Geschehen steigert und dazu einlädt, frühzeitig Teil davon zu werden. Die hieraus entstehende klare Formensprache schafft mit der als langsam ansteigendem Hügel modellierten Landschaft eine archetypische Grundform die von weitem als Ort des Fußballs erlebbar und von allen Seiten her barrierefrei erschließbar ist.“

Zum Zeitplan: Nach sorgfältiger Abwägung von Chancen und Risiken und abhängig vom Verlauf des Bau- und Genehmigungsprozesses, wird der Bezug des neuen Stadions zur Winterpause 2019/20 oder zum Saisonstart 2020/21 angestrebt. Dies ergab sich aus den letzten Gesprächen mit dem Bauunternehmer. Das beauftragte Totalunternehmer-Budget liegt bei 76 Millionen Euro.

Martin Haag, Baubürgermeister der Stadt Freiburg: „Der prägnante Entwurf passt wunderbar zu Freiburg und zeigt, dass dieser Standort hervorragend geeignet ist. Das Stadion fügt sich wie selbstverständlich zwischen Wolfsbuck, Flugplatz und Universität ein, hat einen unverwechselbaren Wiedererkennungswert und wird ein weiterer Identifikationspunkt für SC-Fans, aber auch für alle Bürgerinnen und Bürger Freiburgs sein.“

Zum Bebauungsplanverfahren: Die Offenlage des Bebauungsplanentwurfs ist abgeschlossen. Eingereichte Stellungnahmen und Einwendungen werden aktuell geprüft. Der Satzungsbeschluss des Gemeinderates ist für die erste Jahreshälfte 2018 vorgesehen. Vorbereitende Arbeiten am Standort Wolfswinkel sind ab Herbst dieses Jahres geplant.

Im Fan-Shop des SC Freiburg (Schwarzwaldstr. 193) werden vom 6. bis 23.September ein 90×90 cm großes Stadion-Modell sowie großflächige Visualisierungen in einem Präsentationsraum ausgestellt. Zudem ist eine Broschüre ausgelegt. Der Raum steht allen Fans und Interessierten zu den üblichen Shop-Zeiten offen (Mo.-Fr. 9 bis 18 Uhr, Sa. 10 bis 14 Uhr).

Pressemitteilung der SFG vom 28.7.2017: Siegerentwurf des neuen SC-Stadions ausgewählt +++ OB Salomon: „Architektur und Funktionalität haben überzeugt.“ +++ Jetzt finale Vertragsgespräche mit Totalunternehmer +++ Veröffentlichung des Siegerentwurfs im Laufe der nächsten Wochen +++ SC hat Investitionsbudget erhöht

Einstimmig hat sich der Aufsichtsrat der Stadion Freiburg Objektträger GmbH & Co. KG (SFG) am heutigen Freitag zum Bau des neuen Stadions am Wolfswinkel auf einen Siegerentwurf und damit auch auf einen Totalunternehmer geeinigt. Damit folgte der Aufsichtsrat der Empfehlung der SFG-Geschäftsführung. Die Entwürfe wurden in der Aufsichtsratssitzung ausführlich vorgestellt und nach festgelegten Kriterien fachlich bewertet.

Freiburgs Oberbürgermeister Dieter Salomon: „Der Entwurf passt sehr gut zu Freiburg und hat einen hohen Wiedererkennungswert. Sowohl die Architektur als auch die Funktionalität des Stadions haben voll überzeugt. Das angewandte Verfahren hat sich als erfolgreich erwiesen.“

Fritz Keller, Präsident des SC Freiburg: „Die Vorfreude auf unser neues Stadion ist durch diese wichtige Entscheidung weiter gestiegen. Ich bin fest davon überzeugt, dass das neue Stadion eine Heimat für alle SC-Fans, die Freiburgerinnen und Freiburger sowie die Menschen in der Region werden wird. Die Geduld, die alle bis zur Präsentation jetzt noch aufbringen müssen, wird sicher belohnt.“

Sowohl der Entwurf als auch der Name des erfolgreichen Bieterkonsortiums können aus vergaberechtlichen Gründen noch nicht veröffentlicht werden, da das Gesamtverfahren noch nicht abgeschlossen ist. Es werden noch letzte Vertragsgespräche geführt, darüber hinaus ist eine Einspruchsfrist einzuhalten. Der Siegerentwurf wird im Laufe der nächsten Wochen von Stadt und SC Freiburg bekannt gegeben.

Die Bieterkonsortien setzen sich aus einem federführenden Bauunternehmer, einem Architekturbüro und weiteren Ingenieurbüros zusammen. Das Bauunternehmen stellt den Vertragspartner der SFG dar und fungiert als sogenannter Totalunternehmer.

Im Rahmen des Verfahrens wurde der Wirtschaftsplan – wie bereits am vergangenen Dienstag vom Freiburger Gemeinderat beschlossen – angepasst: Der SC Freiburg hat jüngst sein Stadionbudget um 3,4 Millionen Euro erhöht. Da der Verein bereits im April dieses Jahres eine Erhöhung von 3,05 Millionen Euro vorgenommen hatte, war es jetzt erforderlich, den Wirtschaftsplan 2017 der SFG um einen Anpassung von 6,45 Millionen Euro fortzuschreiben.

Die Anpassung des Budgets wird – wie im Bürgerentscheid vorgesehen – alleine vom SC Freiburg getragen und bedeutet keine Erhöhung der städtischen Kosten oder des städtischen Risikos. Alle Verträge des Projekts waren im Vorfeld darauf ausgelegt worden, bei einer möglichen Budgeterhöhung so zu verfahren. Auch der SFG-Aufsichtsrat stimmte dem neuen Wirtschaftsplan am Freitag zu.

Nach Abschluss des Bieterverfahrens wird die SFG bis Ende des Jahres gemeinsam mit dem Totalunternehmer die Bauantragsunterlagen erarbeiten.

Das Bebauungsplanverfahren zum Stadionneubau liegt im Zeitplan: Der Bebauungsplanentwurf ist momentan in der sechswöchigen Offenlage. Das bedeutet, dass Stellungnahmen und Einwendungen der Bürgerschaft sowie von Trägern öffentlicher Belange noch bis zum 7. August eingereicht werden können. Nach Prüfung und Abwägung der Einwendungen ist der nächste Verfahrensschritt die Planreife. Diese ist bis Ende des Jahres zu erwarten, der Satzungsbeschluss ist für Frühjahr 2018 vorgesehen. Unabhängig von der Planreife sind bereits ab Herbst dieses Jahres am Standort Wolfswinkel vorbereitende Arbeiten vorgesehen. Mit der Planreife können dann Anfang 2018 erste Erschließungsarbeiten für den Stadionbau beginnen.

Pressemitteilung der Stadt Freiburg vom 18.07.2017: Themenschwerpunkte: Bebauungsplanverfahren, Gutachten, Erschließung, Verkehr und Ausgleichsmaßnahmen

Ein- bis zweimal jährlich tagt im Rahmen des Dialogverfahrens zum Projekt „Neubau SC Stadion“ das sogenannte „Begleitforum“. Es dient der frühzeitigen Information der Anlieger, Betriebe und Interessengruppen wie Bürgervereine und Bürgerinitiativen. Am vergangenen Montag (17.07.2017) fand dazu die dritte Sitzung statt. Inhaltliche Schwerpunkte waren dieses Mal das Bebauungsplanverfahren sowie ein Überblick über die Vielzahl der erstellten Gutachten. Mitarbeitende der zuständigen Fachämter der Stadtverwaltung informierten über den Stand des Bebauungsplanverfahrens sowohl für das Stadionprojekt als auch für das benachbarte Universitätsquartier.

Der Bebauungsplanentwurf ist momentan in der sechswöchigen Offenlage. Das bedeutet, dass Stellungnahmen und Einwendungen der Bürgerschaft sowie von Trägern öffentlicher Belange noch bis zum 07. August eingereicht werden können. Die Sitzung des Begleitforums hat das Baudezernat bewusst in die Zeit der Offenlage gelegt, um für Rückfragen hierzu zur Verfügung zu stehen. Neben dem Verkehrskonzept, der Schallthematik, der Flugsicherheit und dem Klima wurden in der Sitzung über die Ausgleichsmaßnahmen im Natur- und Landschaftsschutz sowie über den Stand der Erschließungsplanung mit ersten Maßnahmen bis Ende des Jahres informiert. Neben dem Verkehrskonzept kamen auch erste Überlegungen zu operativen Maßnahmen während der Spieltage zum Schutz der Anwohnerschaft zur Sprache, die die Verkehrslenkung und die Erreichbarkeit der Quartiere betreffen. Bis Ende des Jahres soll die nächste Sitzung des Begleitforums stattfinden. Voraussichtliche Themen werden dann die Planreife des Bebauungsplans sowie das Vergabeverfahren zum neuen Stadion sein.

Am Dienstag (23.05.2017) hat sich der Gemeinderat der Stadt Freiburg mit deutlicher Mehrheit für die Offenlage des Bebauungsplanes für das neue Stadion ausgesprochen.
Die Offenlage wird vom 12.06. bis 24.07.2017 durchgeführt. Grundlage des Bebauungsplans sind eine Vielzahl von Fachgutachten, u. a. zu den Themen Natur und Landschaft, Klima, Schallschutz, Flugsicherheit, Verkehr und Energie.

Pressemitteilung der Stadt Freiburg vom 4.5.2017: Wichtiger Schritt für die Realisierung des neuen Fußballstadions: Bürgermeisteramt legt umfangreichen Entwurf des Bebauungsplans für das neue Stadion mit zahlreichen Fachgutachten vor +++ Der Planentwurf berücksichtigt auch die Stellungnahmen der frühzeitigen öffentlichen Beteiligung +++ Der Gemeinderat entscheidet am 23. Mai – danach geht der Planentwurf in die Offenlage +++ Ende des Jahres beginnen die vorbereitenden Arbeiten

Die Planung für das neue Fußballstadion am Wolfswinkel läuft in den städtischen Ämtern und im Baudezernat sowie bei der Stadion Freiburg Objektträger GmbH (SFG) auf Hochtouren und im Zeitplan. Mit der Vorlage des Bebauungsplan-Entwurfs ist nun ein zentraler Meilenstein erreicht. Dieser basiert auf Ergebnissen einer Vielzahl von Fachgutachten zu den Themen Natur und Landschaft, Klima, Schallschutz, Flugsicherheit, Verkehr und Energie. Dabei wurden auch die Einwände, Hinweise und Anliegen aus der frühzeitigen Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung aus dem Jahr 2015 berücksichtigt und in den Planentwurf eingebaut.

Die Weiterentwicklung des Verfahrens hat zwar zu einigen Veränderungen geführt und ist inzwischen sehr viel präziser und detaillierter – in ihren Grundzügen entspricht die Planung aber noch dem Sachstand vom Grundsatzbeschluss des Gemeinderates im November 2014 und beim Bürgerentscheid im Februar 2015.

Oberbürgermeister Dieter Salomon zeigt sich zufrieden über den Planentwurf: „Damit ist ein weiterer wichtiger Schritt geschafft. Die maßgeblichen Fachthemen des Stadionprojektes wurden allumfassend bearbeitet und begutachtet. Der vorliegende Bebauungsplan ist ein Mammutwerk, denn wir haben es hier mit einem der umfangreichsten Verfahren der jüngeren Stadtgeschichte zu tun.“

Der Bebauungsplan wurde gestern im Bauausschuss vorgestellt, am 16. Mai wird er in einer Sondersitzung ausführlich beraten – am 23. Mai entscheidet dann der Gemeinderat. Parallel wird auch über den Bebauungsplan-Entwurf für das Universitätsquartier am Flugplatz entschieden. Für Mitte Juni ist die Offenlage beider Entwürfe geplant, hier hat die Bürgerschaft nochmals sechs Wochen lang die Gelegenheit zur Stellungnahme. Darauf folgt, sollten keine Planänderungen notwendig werden, die sogenannte „Planreife“, die den Erlass der Baugenehmigung und Erschließungsmaßnahmen gestattet. Letzter Schritt der Bebauungsplanverfahren ist der Satzungsbeschluss durch den Gemeinderat, der für Frühjahr 2018 vorgesehen ist.

„Obwohl für dieses aufwändige Bebauungsplanverfahren zahlreiche Gutachten nötig waren, sind wir gut im Rennen und können den Zeitplan einhalten. Wir warten jetzt die Offenlage ab und wollen dann so rasch als möglich mit dem nächsten Schritt in die Realisierung einsteigen“, ergänzt Baubürgermeister Martin Haag.

Wie wichtig der Stadionneubau für den Bundesliga-Standort Freiburg ist, betont SC-Vorstand und SFG-Aufsichtsrat Oliver Leki: „Die DFL hat die Lizensierungsauflagen weiter angezogen. Wir erhalten die Lizenz auch für die kommende Saison nur mit Auflagen. Wie prognostiziert, kommen wir hier in den letzten Jahren des Schwarzwald-Stadions als Bundesliga-Stadion immer mehr an unsere Grenzen – und darüber hinaus.“
Der nun vorgelegte Entwurf des Bebauungsplanes ist das Ergebnis eines mehrjährigen, intensiven Planungsprozesses.

Die Auswirkungen des Stadionbaus auf Natur und Landschaft wurden umfangreich analysiert und gelöst. Im Rahmen der Eingriffsregelung kommt die Stadt der gesetzlichen Verpflichtung nach, jeden Eingriff in geschützte Lebensräume oder in schützenswerte Populationen auszugleichen. Mit den im Gewerbepark Breisgau vereinbarten Flächen kann ein großer Teil der notwendigen Ausgleichsflächen vor allem für Magerrasen und für die Braunfleckige Beißschrecke nachgewiesen werden. Dazu kommen noch Flächen auf der Mülldeponie Eichelbuck, im nördlichen Teil des Freiburger Flugplatzes sowie auf den Gemarkungen Vogtsburg und March.

Die Sorge vor möglichen klimatologischen Auswirkungen durch den Stadionkörper hat sich nicht bestätigt. Fachgutachterliche Messungen, Simulationen und Analysen auf dem neusten Stand der Technik haben keine negativen Auswirkungen auf das Stadtklima (Temperatur und Durchlüftung) im Stadtteil Mooswald ergeben.

Auch die Anforderungen des Schallschutzes wurden intensiv geprüft. Die Untersuchungen haben ergeben, dass bei sachgerechter Umsetzung der erforderlichen Schallschutzmaßnahmen der Betrieb des Fußballstadions für die umliegenden Gebiete verträglich ist. Entsprechende Ergebnisse sind bereits in das Planungs- und Vergabeverfahren des Stadions eingeflossen.

Aufgrund der Lage in direkter Nachbarschaft zum Freiburger Flugplatz wurde der Themenbereich Flugsicherheit umfangreich untersucht. Dem Bebauungsplan liegen mehrere Fachgutachten der „Gesellschaft für Luftverkehrsforschung“ (GfL) zugrunde. Danach ist durch das neue Fußballstadion außerhalb von Spielzeiten kein feststellbarer Einfluss auf den sicheren Flugbetrieb im An- und Abflug gegeben. Wegen möglicher Gefahren der Stadionbesucher durch den Flugbetrieb empfehlen die Gutachter an Spieltagen den Flugverkehr vor dem Fußballspiel drei Stunden, während des Spiels zwei Stunden und nach dem Spiel eineinhalb Stunden zu unterbrechen.

Um Blendwirkungen durch die Stadionbeleuchtung zu vermeiden, empfiehlt die GfL, die Flutlichtanlage vollständig unterhalb der Dachkonstruktion anzubringen.
Betroffen vom Bau des neuen Fußballstadions sind auch der Segelflugbetrieb und die Fallschirmspringer. Die Fallschirmspringer werden voraussichtlich zum Verkehrslandeplatz Lahr verlagert, für die Segelflieger bemühen sich die Stadt und die Flugplatz Freiburg-Breisgau GmbH, östlich der Motorfluglandebahn neue Segelflugbahnen anzulegen.

Das Verkehrskonzept für den Stadionstandort sieht gegenüber anderen Bundesligastadien einen geringeren Anteil des motorisierenden Individualverkehrs vor. Unter Einhaltung aller rechtlichen Anforderungen und fachlichen Standards ist vorgesehen, dass der überwiegende Teil der Fußballfans das Stadion mit der Stadtbahn, zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichen kann. Gut zwei Drittel der Stadionbesucher werden öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Wichtigster Baustein der Verkehrserschließung bleibt die Stadtbahn. Mit der Verlängerung der Stadtbahn Messe bis zur Endhaltestelle an der Hermann-Mitsch-Straße soll an der Madisonallee eine Haltestelle „Stadion“ mit drei Bahnsteigen entstehen. Bis zum Stadion sind es von dort noch rund 800 Meter Fußweg über einen großzügigen Fußgängerboulevard.
Wie bisher auch, werden viele Fans das neue Stadion zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichen. Aus allen Richtungen führen eigene, teils neue Wege zum Stadion. Für eine gute Anbindung an die S-Bahn werden ein neuer Fußweg östlich des Bahndamms und eine neue Fußgängerrampe an dem bestehenden Haltepunkt „Messe / Universität“ angelegt.
Ein wichtiger Baustein des Energiekonzeptes ist die Nutzung der Fernwärme aus überschüssiger Abwärme der Firma Solvay/Rhodia. Dieses Konzept wurde in Abstimmung mit dem Umweltschutzamt, der Stadiongesellschaft, der FWTM und zwei Fachbüros entwickelt. Es sieht vor, die Abwärme aus dem Produktionsprozess der Firma Solvay/Rhodia abzunehmen und in ein Fernwärmenetz einzuspeisen, das den Wärmebedarf nicht nur des Stadions, sondern noch weiterer Projekte im Umfeld deckt. Die Gutachter gehen von einer CO2-Einsparung von 550 Tonnen jährlich im Vergleich zu einer herkömmlichen Heizungsanlage für das Stadion aus. Damit kommt die Energieversorgung dem Ziel eines klimaneutralen Stadions nahe, zumal der Jahresbedarf an elektrischer Energie weitgehend durch Photovoltaik-Anlagen gedeckt werden soll. In welcher Größe und an welchen Standorten, hängt letztlich von der architektonischen Gestaltung des Stadions ab und somit vom Ausgang des Vergabeverfahrens für einen Totalunternehmer.

Der Totalunternehmer erarbeitet die Gestaltung für das Stadionbauwerk und erstellt auf Basis eines finanziellen Festpreisangebotes das Bauwerk samt Außenanlagen als schlüsselfertige Anlage nach den fachlich-inhaltlichen Vorgaben der Ausschreibung.
Auch hier liegt man im Zeitplan: Im Sommer dieses Jahres soll die Entscheidung über den Totalunternehmer fallen, nachdem bei einer Aufsichtsratssitzung der SFG Anfang April bereits die besten Stadionentwürfe nach bestimmten Kriterien (z.B. Funktionalität, Gestaltung, Architektur, Nachhaltigkeit und Kosten) ausgewählt wurden.

Bereits Ende 2017/Anfang 2018 sollen erste vorbereitende Arbeiten wie Rodungen, die Anlage einer Baustraße, der Bau eines neuen Flugplatzzauns oder Sondierungen nach möglichen Blindgängern stattfinden.

Gemeinsame Pressemitteilung der Stadt Freiburg und dem SC Freiburg vom 25.4.2017:

Freiburg wird keine verbindliche Bewerbung als möglicher Spielort für die Fußball-Europameisterschaft 2024 beim DFB einreichen.

Die Stadt Freiburg, der SC Freiburg e.V. und die Stadiongesellschaft (SFG) als künftige Eigentümerin des neuen Stadions sind nach Prüfung der Anforderungen übereinstimmend zum Ergebnis gekommen, von einer verbindlichen Teilnahme am Nationalen Bewerbungsverfahren Abstand zu nehmen.

Die am 11. April durch den DFB bekannt gemachten detaillierten Vorgaben sind „zum jetzigen Zeitpunkt mit einer verantwortungsvollen und erfolgsversprechenden Freiburger Bewerbung nicht in Einklang zu bringen“, so Oberbürgermeister Dieter Salomon. „Freiburg wünscht dem DFB und den anderen Standorten im Bewerbungsverfahren viel Erfolg.“

Am 17. Februar 2017 waren Stadt, SC und die SFG einem Appell des Deutschen Fußballbunds gefolgt und hatten eine „unverbindliche Interessensbekundung“ als möglicher Spielort bei der EM abgegeben. So wurde gewährleistet, dass Freiburg eine Prüfung der Anforderungen vornehmen konnte. Nach deren Bekanntgabe wurde aber deutlich, dass nicht alle Kriterien fristgerecht bis zum Bewerbungsende (12. Juni 2017) erfüllt werden können.

Mit einem Workshop in der Zentrale des DFB hatte am 11. April das Nationale Bewerbungsverfahren zur Ermittlung der zehn Spielorte für die Bewerbung des DFB um die Ausrichtung der EURO 2024 begonnen. Vertretern von 17 Städten und Stadien wurden in Frankfurt am Main die Bewerbungsanforderungen vorgestellt. Bis zum 26. April müssen die zu diesem Zeitpunkt weiterhin interessierten Stadien/Spielorte ihre verbindliche Teilnahme am Nationalen Bewerbungsverfahren erklären.

Pressemitteilung der „Stadion Freiburg Objektträgergesellschaft mbH & Co. KG“ vom 07.04.2017: „Die besten Stadionentwürfe ausgesucht.“ +++ Finaler Entwurf soll im Sommer feststehen +++ SC erhöht Investitionsbudget um 5% +++ Städtische Kosten bleiben gleich

Die Planungen für das neue Freiburger Stadion am Wolfswinkel laufen weiter auf Hochtouren.

Am Freitag wurde das Feld der Bieter, die sich um den Bau des neuen Freiburger Stadions bewerben, reduziert. Das ist das Ergebnis der dritten Aufsichtsratssitzung der „Stadion Freiburg Objektträgergesellschaft mbH & Co. KG“ (SFG).

Bürgermeister Martin Haag: „Es gab viele tolle Angebote. Wir haben eine intensive Debatte über die Stadionentwürfe geführt. Jetzt wurden die besten ausgesucht. Das war ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum neuen Stadion.“

Im Laufe der Sitzung hatte die SFG-Geschäftsführung den Aufsichtsrat über die Bieterangebote sowie deren Bewertung nach bestimmten Kriterien (z.B.: Funktionalität, Gestaltung, Architektur, Nachhaltigkeit, Kosten) informiert. Nach ausführlicher Besprechung und der Beantwortung wichtiger Fragen wurde der Beschluss zur Reduktion des Bieterfeldes gefasst.

Dieser ist Grundlage dafür, dass die SFG nun die Verhandlungen zu einem verbindlichen Angebot und einem entsprechenden Vertrag mit einem Totalunternehmer weiterführt. Der Projektplan sieht vor, dass aus den verbliebenen Bietern Ende Juli der Totalunternehmer bestimmt wird. Zielsetzung ist es, dass der SC Freiburg zum Saisonstart 2019/2020 im neuen Stadion am Wolfswinkel spielt.

Fritz Keller, Präsident des SC Freiburg: „Wir sind auf einem sehr guten Weg. Die Vorschläge sind architektonisch sehr wertvoll und je näher der Stadionbau rückt desto größer wird die Vorfreude. Ich bin sicher, dass wir ein großartiges Stadion für Freiburg und den SC bekommen werden.“

Zudem wurde in der Aufsichtsratssitzung besprochen, dass sich der SC Freiburg dazu bereit erklärt hat, für den Stadionneubau zusätzlich 3 Mio. Euro zur Verfügung zu stellen. Die Anpassung des Budgets wird – wie im Bürgerentscheid vorgesehen – alleine vom SC getragen und bedeutet keine Erhöhung der städtischen Kosten oder des städtischen Risikos. Alle Verträge des Projekts waren im Vorfeld darauf ausgelegt worden, bei einer möglichen Budgeterhöhung so zu verfahren.

SC-Vorstand und SFG-Aufsichtsrat Oliver Leki: „In der jetzigen Phase gibt es bedeutende Weichenstellungen für das Stadionprojekt. Die Erhöhung des Stadionbudgets um 5% ist eine Entscheidung der SFG, die in enger Abstimmung mit SC und Stadtverwaltung getroffen wurde. Sie gewährleistet, dass die hohen Anforderungen und Wünsche an äußere Gestaltung und Funktion, die im intensiven und langen Prozess der Entwicklung heraus gearbeitet wurden, umgesetzt werden können. Die Erhöhung wurde nach sehr gründlicher Abwägung im Sinne des Gesamtprojekts vorgenommen.“

Zeitplan:

Der zwischen Stadt, SFG und Sport-Club abgestimmte Fahrplan für das Stadion sieht als Ziel vor, im 2. Quartal 2017 die Offenlage der Bebauungspläne durch den Gemeinderat beschließen zu lassen. Der nächste Verfahrensschritt ist die Planreife, die für Herbst 2017 angestrebt wird. Die Satzungsbeschlüsse als letzter Schritt sind für Frühjahr 2018 vorgesehen. Da mit der Planreife bereits ein Baurecht geschaffen wird, können die Erschließungsarbeiten für den Stadionbau ab Jahresbeginn 2018 beginnen.
Zeitlich damit abgestimmt ist das Vergabeverfahren für die Auswahl des Totalunternehmers. Nach dem gültigen Zeitplan soll möglichst noch bis zur Sommerpause 2017 die Entscheidung fallen, welches Bieterkonsortium den Zuschlag erhält. Der Zeitraum zwischen Beauftragung und tatsächlichem Start der Arbeiten wird für den Vertragsabschluss, Detaillierung der Planung sowie das Baugenehmigungsverfahren benötigt.
Bereits im letzten Quartal 2017 sollen auch die ersten vorbereitenden Arbeiten wie Leitungsverlegungen, Anlage einer Baustraße, Rodungen oder Kampfmittelräumung stattfinden. Bis dahin wird die Erschließungsplanung im Garten- und Tiefbauamt weiter konkretisiert und fortgeschrieben.

Das neue Stadion soll dann zum Saisonbeginn der Bundesliga-Saison 2019/2020 spielfertig sein und in Betrieb gehen.

Zur SFG und dem Aufsichtsrat der SFG:

Im Frühjahr 2016 war die SFG durch einen notariellen Vertrag gegründet und ins Handelsregister eingetragen worden. Die Gründung einer eigenen Objektträgergesellschaft war bereits Gegenstand des Grundsatzbeschlusses für den Bau eines neuen Stadions im November 2014 und mit dem Bürgerentscheid vom 1. Februar 2015 bestätigt worden.
Anfang Februar 2015 beschloss der Gemeinderat die Gründung der Gesellschaft und entschied die personelle Zusammensetzung des Aufsichtsrats. Parallel dazu wurden auch im Vorstand und Aufsichtsrat des Sport-Club die Beschlüsse gefasst. Die wichtigste Funktion der Gesellschaft: Sie wird das neue Stadion am Wolfswinkel bauen und nach der Fertigstellung an den Sport-Club Freiburg verpachten.

Der Aufsichtsrat der Gesellschaft besteht aus insgesamt 20 Mitgliedern mit einer paritätischen Stimmengewichtung zwischen der Stadt und dem Sport-Club Freiburg: Auf städtischer Seite gehören dem Gremium Oberbürgermeister Dieter Salomon, Baubürgermeister Prof. Martin Haag sowie 14 Stadträtinnen und Stadträte an, deren Stimmen jeweils einfach zählen. Der Sport-Club wird durch vier Mitglieder vertreten (Präsident Fritz Keller, Vorstand Oliver Leki, SC-Aufsichtsrats-vorsitzender Heinrich Breit und dessen Vertreter im SC-Aufsichtsrat, Johannes Baumgartner), deren Stimmen jeweils vierfach gewichtet sind. Damit verfügen Stadt und Sport-Club über jeweils 16 Stimmen. Qua Amt ist OB Dieter Salomon Vorsitzender des Aufsichtsrats, sein Stellvertreter ist Oliver Leki.

Die drei Geschäftsführer der SFG sind Marcel Boyé (Stadion-Projektleiter beim Sport-Club), Reinhard Zähringer (Leiter der Beteiligungsverwaltung in der Stadtkämmerei) und Jochen Tuschter (Projektleiter im Amt für Projektentwicklung und Stadterneuerung). Sie üben ihr Amt neben ihren eigentlichen Positionen in der Stadtverwaltung bzw. im Management des SC aus.

Gemeinsame Pressemitteilung (Stadt, SC, SFG) vom 17.2.2017: Freiburg gibt unverbindliche Interessensbekundung gegenüber dem DFB als möglicher Spielort der Fußball-Europameisterschaft 2024 ab +++ OB Dieter Salomon und SC-Präsident Fritz Keller: „Wir wollen im Bewerbungsverfahren Chancen als möglicher Austragungsort wahren!“ +++ Über verbindliche Bewerbung wird noch entschieden

Freiburg hat eine unverbindliche Interessensbekundung als möglicher Spielort bei der Fußball-Europameisterschaft 2024 abgegeben. Damit greifen die Stadt, der Sport-Club Freiburg und die Stadion Freiburg Objektträger GmbH & Co. KG als künftiger Eigentümer des neuen Stadions einen Appell des Deutschen Fußballbunds auf. Der DFB, der sich bei der UEFA um die Ausrichtung der Euro 2024 in Deutschland bewerben will, hatte alle Städte und Liga-Vereine mit entsprechenden Stadien gebeten, frühzeitig für das weitere Bewerbungsverfahren das Interesse als Austragungsort zu erklären. Stadt, SC und SFG haben diese Erklärung gegenüber dem DFB abgegeben, damit bei einer möglichen Entscheidung für Deutschland als Gastgeberland die Chance auf EM-Begegnungen im neuen Freiburger Stadion gewahrt bleibt.

Zum jetzigen Zeitpunkt ist die Interessensbekundung noch unverbindlich und nicht mit rechtlichen oder finanziellen Verpflichtungen verbunden.

Oberbürgermeister Dieter Salomon und SC-Präsident Fritz Keller: „Unsere jetzige Erklärung dient vor allem dazu, Chancen im Bewerbungsverfahren zu sichern und unser grundsätzliches Interesse zu bekunden. Wenn Deutschland den Zuschlag erhält, könnte Freiburg mit dem neuen Stadion ein attraktiver Standort für EM-Begegnungen sein.“
Inwieweit das neue Stadion alle Anforderungen erfüllen kann, wird in einigen Monaten konkreter zu bewerten sein, wenn der DFB im Rahmen eines Workshops die exakten Rahmenbedingungen vorgibt.

Ob Freiburg tatsächlich eine verbindliche Bewerbung als EM-Spielortgegenüber dem DFB abgeben wird, könne zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht entschieden werden, so OB Salomon und SC-Präsident Keller. Dazu seien die Anforderungen und möglicherweise finanziellen Bedingungen sorgfältig zu prüfen und abzuwägen.

Zudem stünde eine solche rechtlich bindende Bewerbung unter dem Vorbehalt von Gremienentscheidungen: Bei der Stadt durch einen Beschluss des Gemeinderats, beim SC und bei der Trägergesellschaft SFG durch Beschlüsse der jeweiligen Aufsichtsräte.
Im April 2018 endet die Bewerbungsfrist der UEFA als Ausrichterin der Europa-Meisterschaft. In den Bewerbungen der nationalen Fußballverbände sind dann auch verbindlich Spielorte und Stadien im jeweiligen Land zu benennen. Im Herbst 2018 entscheidet die UEFA, welche europäische Nation Gastgeber der Europameisterschaft 2024 sein wird. Ausgetragen werden die Begegnungen in voraussichtlich neun oder zehn Stadien unterschiedlicher Größe.

Pressemitteilung der Stadt Freiburg vom 9.2.2017: Wichtiger Schritt für die Bebauungspläne Stadion: Großteil der Ausgleichsflächen für Magerrasen und Braunfleckige Beißschrecke wird im Gewerbepark Breisgau nachgewiesen +++ 7,2 Hektar bisher versiegelter Flächen der Start- und Rollbahnen in Bremgarten werden zu Naturflächen umgewandelt und gleichen Eingriffe in Schutzflächen in Freiburg aus +++ Baubürgermeister Prof. Martin Haag informiert Mitglieder des Bauausschusses

Ein wichtiger Schritt für Stadion-Bebauungspläne am Flugplatz: Die Stadt hat mit dem Zweckverband „Gewerbepark Breisgau“ und der Betreibergesellschaft für den interkommunalen Gewerbepark auf dem früheren Militärflughafen Bremgarten ein Konzept für Ausgleichsmaßnahmen vereinbart und mit der Höheren Naturschutzbehörde im Regierungspräsidium abgestimmt. Danach wird im Gewerbepark Breisgau ein großer Teil der notwendigen Ausgleichsflächen für den Bau des künftigen Stadion Wolfswinkel nachgewiesen.

Bürgermeister Prof. Martin Haag zeigte sich zufrieden über das Ergebnis der Verhandlungen mit dem Gewerbepark. Der Baudezernent wird den gemeinderätlichen Bauausschuss in seiner nächsten Sitzung über die Eckpunkte der Vereinbarung informieren, nachdem bereits in der Sitzung des Bauausschusses am 1. Februar über die Umsetzung der Maßnahmen im Gewerbepark Breisgau berichtet worden war. Martin Haag: „Damit ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu den Satzungsbeschlüssen beider Bebauungspläne geschafft. Das Konzept schafft einen fachlich geprüften Ausgleich für Eingriffe am Freiburger Flugplatz, wie es das Gesetz verlangt.“

Das Konzept sieht vor, auf dem Flugplatz Bremgarten insgesamt rund 7,2 Hektar Fläche der bisherigen Start- und Landebahn und Rollbahnen zu entsiegeln und umzuwandeln. Das bedeutet: An beiden Enden der ursprünglich 3,0 Kilometer langen Betonpiste, von der ca. 2,2 Kilometer verbleiben werden, entstehen neue Naturflächen, auf denen schützenswerte Magerrasen und Magerwiesen wachsen werden. Sie gleichen zu einem Gutteil die Magerrasen-Flächen aus, die am Freiburger Flugplatz beim Bau des Stadions verloren gehen werden; zugleich entstehen im Gewerbepark Breisgau auch Schutzflächen für den Lebensraum der Braunfleckigen Beißschrecke, der mit dem Stadionprojekt in Freiburg beschnitten wird.

Die voraussichtlich in den Jahren 2018 bis 2020 geplanten Arbeiten mit Abbau der Beton- und Asphaltflächen im Gewerbepark Breisgau sind Teil einer Ausgleichsflächenkonzeption für die Bebauungsplanverfahren „Neues Stadion am Flugplatz“ und die Änderung des Teilbebauungsplans „Flugplatz/Universitätsquartier“, mit denen die planerische Grundlage für das Stadionprojekt geschaffen wird. Die Stadt kommt damit der gesetzlichen Verpflichtung nach, jeden Eingriff in geschützte Lebensräume oder in schützenswerte Populationen auszugleichen. Mit den im Gewerbepark vereinbarten Flächen kann ein großer Teil der notwendigen Ausgleichsflächen vor allem für Magerrasen und für die Braunfleckige Beißschrecke nachgewiesen werden. Da die neuen Naturflächen im Gewerbepark allein nicht ausreichend sind, werden im Rahmen des Ausgleichsflächenkonzepts noch weitere Areale auf der früheren Mülldeponie Eichelbuck, im nördlichen Teil des Freiburger Flugplatzes und Böschungsflächen am Tuniberg ausgewiesen und als Naturflächen für die Ansiedlung von Magerrasen geschützt.

Rechtliche Grundlage der Vereinbarungen mit dem Gewerbepark Breisgau ist ein städtebaulicher Vertrag zwischen der Stadt Freiburg und dem Gewerbepark, der Art, Umfang und Finanzierung der geplanten Maßnahmen regelt. Die Verbandsversammlung des Zweckverband Gewerbepark Breisgau hat dem Vertragswerk bereits im Dezember 2016 zugestimmt; ebenso die Geschäftsleitung der Gewerbepark Breisgau GmbH. Die Entscheidung des Freiburger Gemeinderats ist für Mai 2017 vorgesehen. Danach werden die Ausgleichsmaßnahmen mit einer ökologischen Aufwertung der bisherigen befestigten Flächen in Bremgarten durch den Zweckverband auf Kosten der Stadt durchgeführt. Der Vertrag regelt unter anderem, wie durch ein eigenes und mit dem Regierungspräsidium abgestimmtes Mahd- und Pflegekonzept die Entwicklungsziele der Schutzgebiete und die artenschutzrechtlichen Anforderungen berücksichtigt werden können.

Der Nachweis von Ausgleichsflächen und deren Schutzkonzept ist Teil der Infrastruktur, die für das Stadion gebraucht wird. Die Kosten für die Herstellung der Maßnahmen in Bremgarten von insgesamt rund 2 Millionen Euro sind bereits im Budget für die Ausgleichsmaßnahmen berücksichtigt. Auch für die Pflegemaßnahmen erhält der Gewerbepark einen finanziellen Ausgleich von der Stadt Freiburg.

Pressemitteilung der Stadt Freiburg vom 28.11.2016: Gutachter empfehlen: Unterbrechung des Flugbetriebs vor Spielen im künftigen Stadion für 5 bis 6 Stunden pro Spieltag +++ Sperrzeiten summieren sich auf voraussichtlich nicht mehr als 2 bis 2,5 Prozent der Betriebszeiten des Flugplatzes pro Jahr, Beschränkungen liegen damit im Bereich der ursprünglich erwarteten Einschränkungen von 90 Stunden pro Jahr +++ Empfehlungen basieren auf strengsten Sicherheitsvorschriften und auf international anerkannten wissenschaftlichen Verfahren und Standards unter Berücksichtigung eines immer ausverkauften Stadions +++ Bürgermeisteramt informiert heute Hauptausschuss

Im Rahmen des Aufstellungsverfahrens für den Bebauungsplan Neues Fußballstadion am Flugplatz hat die Verwaltung in den letzten Monaten alle sich aus der Nachbarschaft von Stadion und Flugplatz möglicherweise ergebenden Sicherheitsrisiken durch renommierte Gutachter analysieren und bewerten lassen. Dabei sind auch die bereits 2013/2014 erarbeiteten Stellungnahmen von Fachleuten zur Flugsicherheit zu möglichen K.O.-Kriterien einbezogen worden, ebenso wie die von Flugplatznutzern vorgelegten Gutachten. Die von der Stadt beauftragte „Gesellschaft für Luftverkehrsforschung“ (GfL) in Dresden hat dabei insbesondere die Risikopotentiale untersucht, die sich vor, während und nach Spielen im neuen Stadion Wolfswinkel durch die Ansammlung größerer Menschenmassen im Stadion bzw. auf dem Weg dorthin und wieder zurück zur Stadtbahn ergeben können.

Seit wenigen Tagen liegt der Bauverwaltung die zusammenfassende Bewertung der GfL vor, über deren wesentliche Inhalte heute der gemeinderätliche Hauptausschuss informiert worden ist. Danach empfehlen die Gutachter nicht nur, dass wegen des so genannten „Gruppenrisikos“ durch Menschenansammlungen an den Stadtbahn-Haltestellen Madisonallee der Flugverkehr für eineinhalb Stunden nach Spielende unterbrochen wird, sondern auch eine Sperrung des Flugplatzes in einem Zeitraum von ca. eineinhalb bis zweieinhalb Stunden vor dem Spiel und während des Spiels, insgesamt also 5 bis höchstens 6 Stunden pro Spiel. Da je nach Spielbeginn davon auch Zeiten außerhalb der regulären Betriebszeiten des Flugplatzes umfasst sind, liegt die tatsächlich zu erwartende Gesamtdauer der Ausfallzeiten selbst bei ungünstigsten Annahmen voraussichtlich zwischen ca. 78 und 98 Stunden jährlich und damit zwischen lediglich 2 und 2,5 Prozent der Betriebszeiten. Die Gutachter empfehlen diese Sperrzeiten, um bei großen Menschenansammlungen rings um das Stadion vor und nach Spielen sowie in einem vollbesetzten Stadion jegliches Risiko durch Flugunfälle ausschließen zu können.

In der heutigen Sitzung des Hauptausschusses verwies die Verwaltung darauf, dass die Gutachter der GfL dabei die in Europa strengsten Sicherheitsvorschriften gegen Massenunfälle nach niederländischem Recht zugrunde gelegt haben. Da die dabei eingesetzten Untersuchungsverfahren und wissenschaftlichen Standards zur Risikoanalyse international anerkannt sind und auch u.a. bei großen Flughäfen wie Frankfurt oder München angewandt wurden, wird die Verwaltung sich diesen Empfehlungen anschließen.
Gleichzeitig weist das Bürgermeisteramt darauf hin, dass die Betriebseinschränkungen aufgrund der jetzt vorliegenden Empfehlungen der GfL-Gutachter im Bereich der ca. 90 Stunden pro Jahr liegen, wie sie noch 2014 als Beschränkung für den Flugplatz angenommen worden waren, und diese im wahrscheinlichsten Fall noch deutlich unterschreiten werden. Damals hatte ein Gutachten Betriebsbeschränkungen in diesem Umfang bei ungünstigen Wind- und Wetterlagen prognostiziert. Der Zeitraum von 90 Stunden Betriebsbeschränkung pro Jahr war bei dem Grundsatzbeschluss für den Bau des neuen Stadions im November 2014 als vertretbar vom Gemeinderat akzeptiert worden. Da zu erwarten ist, dass mehr Spiele als von der Verwaltung bei ihren jüngsten Berechnungen angenommen in unkritischeren Zeiten liegen werden (z. B. ab 20 oder 20.30 Uhr in der Winterzeit, wenn der Flugplatz um ca. 18 Uhr schließt), sind tatsächlich geringere Ausfallzeiten zu erwarten.

Zur Vorgeschichte:

Mögliche Gefahren für Stadionbesucher durch den Flugbetrieb sind bereits im Rahmen der Überprüfung möglicher K.O.-Kriterien im Vorfeld des Grundsatzbeschlusses vom November 2014 untersucht worden. Damals war der Sachverständige davon ausgegangen, dass Stadion und Flugbetrieb nebeneinander möglich seien.

Bei den Untersuchungen der K.O.-Kriterien waren auch mögliche Risiken ermittelt worden, wie sie durch ungünstige Wind- und Wetterlagen nach dem Bau des Stadions auftreten können. Der damals tätige Sachverständige hatte damals ermittelt, dass es aus Gründen der Flugmeteorologie zu Sperrzeiten von rund 90 Stunden pro Jahr kommen werde. Dies kann mittlerweile durch Untersuchungen im Windkanal und nahezu 1.000 Versuche in Flugsimulatoren ausgeschlossen werden.

Im weiteren Verfahren für den Bebauungsplan sind, auch auf Anregung der Flugplatznutzer und des Regierungspräsidiums, die Risiken untersucht worden, die sich für die geplanten Stadtbahn-Haltestellen an der Madisonallee ergeben können, wenn nach Spielende dort wartende Menschenansammlungen südlich der Start- und Landesbahn überflogen werden. Die Gutachter von GfL hatten für diesen Bereich im Sommer empfohlen, den Flugverkehr für die Dauer der Abreise der Stadionbesucher (jeweils 90 Minuten nach dem Abpfiff) zu unterbrechen.

Vorsorglich hatte die Bauverwaltung daraufhin auch untersuchen lassen, ob eine solche Maßnahme auch für den Zeitraum vor Spielen angezeigt sei. In einem weiteren Schritt war schließlich die GfL beauftragt worden, auch die ursprüngliche Bewertung für das Stadion während eines Spiels zu überprüfen. Zu beiden Punkten – vor Spielbeginn und während der Spiele – empfehlen die Gutachter eine Sperrung des Flugbetriebs von insgesamt rund 5 bis maximal 6 Stunden, einschließlich der bereits empfohlenen Unterbrechung nach Spielende von 1,5 Stunden. Damit korrigieren die GfL-Gutachter die Aussage des Sachverständen von 2014. Welcher Zeitraum vor Spielbeginn anzusetzen sein wird und ob es dann 5 oder 6 Stunden Sperrzeit sein werden, wird in den nächsten Wochen festgestellt.

Die Verwaltung legt Wert auf die Feststellung, dass sie während des gesamten bisherigen Prozesses eine umfassende und frühzeitige Einbindung der Flugplatznutzer ermöglicht hat.

Der Informationsverlauf war dabei im Wesentlichen der folgende:

Januar 2014: Ermittlung von ca. 90 Stunden Sperrzeit aufgrund flugmeteorologischer Auswirkungen des Stadions (Drucksache G-14/003).

August 2015: Entscheidung über neue Begutachtung der Themenfelder Flugmeteorologie und Flugsicherheit und Abstimmung der Leistungsbilder mit Regierungspräsidium Freiburg

November 2015: Beauftragung der GfL zur Begutachtung der Flugsicherheitsaspekte

Januar 2016: Gesprächstermin der Flieger mit den Gutachtern der GfL über Art und Umfang der Untersuchungen. Die Anregungen wurden von den Gutachtern aufgenommen.

Juli 2016: Information der Flieger über die Unbedenklichkeit der flugmeteorologischen Auswirkungen des Stadions, aber Notwendigkeit der Unterbrechung des Flugbetriebs nach Spielende für ca. 1,5 Stunden (entspricht ca. 20 Stunden Gesamt-Sperrzeit jährlich). Hinweis auf weitere laufende Untersuchungen.

15. November 2016: Zwischeninformation des Gemeinderates und Hinweis auf weitere laufende Untersuchungen (zu diesem Zeitpunkt bekannt: 1,5 Stunden Sperrzeit nach Spielende).

18. November 2016: Information der Stadtverwaltung durch die Gutachter über die Notwendigkeit einer Sperrung des Flugbetriebs von 5-6 Stunden an Spieltagen.

28. November 2016: Information des Hauptausschusses durch die Verwaltung über die neuen Erkenntnisse aufgrund des bevorstehenden Termins mit den Flugplatznutzern am 29.11.2016.

Auswirkungen auf die Betriebszeiten:

Da der Flugplatz Freiburg nicht über die entsprechenden Einrichtungen für Starts und Landungen bei Dunkelheit verfügt, ist die Betriebszeit des Flugplatzes jahreszeitlich unterschiedlich, im Jahresmittel 3.984 Stunden. In den Sommermonaten endet der Betrieb um 20 Uhr oder in der dunkleren Jahreszeit jeweils eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang. Das bedeutet: Abendspiele bewirken geringere (oder gar keine) Sperrzeiten als Spiele am frühen Nachmittag. In allen Berechnungen hat die Verwaltung jedoch Worst-Case-Szenarien unterstellt, d.h. Spiele, deren Anstoßzeiten zu jeweils weitestgehenden Sperrzeiten für den Flugbetrieb führen würden.

Im langjährigen Jahresmittel werden 20 bis 21 Spiele pro Jahr im SC-Stadion ausgetragen; darin eingerechnet sind neben den 17 Pflichtspielen in der Bundesliga auch Begegnungen wie Pokal- und Freundschaftsspiele usw.; von diesem Durchschnitt von 21 Spielen gehen alle Berechnungen aus.

Wenn die aus heutiger Sicht wahrscheinlichere Sperrzeit von 5 Stunden vor, während und nach Spielen umgesetzt wird, bedeutet dies in der 1. Bundesliga bei 21 Spielen jährlich voraussichtliche Betriebseinschränkungen von rund 77 bis 78 Stunden pro Jahr (= weniger als 2 Prozent) der jährlichen Betriebszeit des Flugplatzes. In der 2. Liga liegen aufgrund der zumeist früheren Anstoßzeiten die Zahlen geringfügig höher, nämlich bei 85 Stunden jährlich. Selbst bei dem theoretischen (und real sehr unwahrscheinlichen) Szenario von 36 Spielen pro Jahr (d.h.: Bundesliga, Durchmarsch des SC Freiburg im DFB-Pokal sowie in Euro-League bzw. Champions League jeweils bis zum Halbfinale und jeweils als Heimspiele, ein Länderspiel und mehrere Vorbereitungsspiele) wären die Einschränkungen kaum höher (107 Stunden bzw. 2,7 Prozent der Gesamt-Betriebszeiten) als die ursprünglich angenommenen 90 Stunden Betriebseinschränkung, wie sie noch vor dem Grundsatzbeschluss und dem Bürgerentscheid 2014 und 2015 in Rede standen.

Die Bauverwaltung hat auch die Auswirkungen für die Wochenenden untersuchen lassen, an denen in der Regel ein stärkerer Betrieb mit Sport- und Freizeitfliegern stattfindet. Von insgesamt 104 Samstagen und Sonntagen eines Jahres wären an maximal 17 Tagen (Samstage oder Sonntage) Sperrungen für den Flugbetrieb für eine bis max. sechs Stunden erforderlich, davon neun Tage in den Sommermonaten April bis Oktober. Anders ausgedrückt: An mehr als 80 Prozent der Wochenendtage werden aus heutiger Sicht die Flieger den Flugplatz uneingeschränkt nutzen können.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass trotz einer relativ langen Sperrzeit von bis zu sechs Stunden pro Spiel nur geringe Auswirkungen auf den geschäftlichen und privaten Betrieb des Flugplatzes zu erwarten sind. Voraussichtlich liegt die Gesamtdauer unter den Sperrzeiten von 90 Stunden pro Jahr, die ursprünglich im Vorfeld des Grundsatzbeschlusses prognostiziert wurden. Lediglich bei außergewöhnlichem sportlichen Abschneiden des SC mit Teilnahme an internationalen Wettbewerben und dadurch mehr Spielen in Freiburg wären höhere Ausfallzeiten für die Flieger zu erwarten.

Weiteres Vorgehen:

Die jetzt von den GfL-Gutachtern erarbeiteten Empfehlungen sowie die abschließende Auswertung der Auswirkungen auf den Flugbetrieb fließen in die Abwägung für die Bebauungspläne Stadion und Stadtbahn Messe mit ein und sind dort zu gewichten. Im Interesse bestmöglicher Sicherheit schließt sich die Verwaltung den Aussagen der Gutachten an. Die daraus folgende Beschränkung der Betriebszeiten wird erst mit der Eröffnung des Stadions notwendig; sie wird von der Flugplatz Freiburg GmbH als Betreiberin des Flugplatzes beantragt und vom Regierungspräsidium festgesetzt. Die grundsätzliche Betriebspflicht des Flugplatzes Freiburg wird hierdurch nicht verletzt.

Am 29. November treffen auf Einladung des Baudezernats die Flugplatznutzer, Flugsportvereine, Betriebe usw. zu einem Gespräch mit den Gutachtern zur Flugsicherheit zusammen, und können diese zu ihren Untersuchungen befragen. Ein weiteres Thema dieser Gesprächsrunde ist die vom Flugplatz Freiburg-Breisgau GmbH beabsichtigte Verlagerung der Segelflugbahnen, um den Segelflugvereinen einen Verbleib am Flugplatz zu ermöglichen.

Pressemitteilung der Stadt Freiburg vom 14.11.2016: Zweite Sitzung des Begleitforums im Technischen Rathaus: Anlieger, Bürgervereine, Bürgerinitiativen, Verbände und Interessengruppen werden noch vor dem Gemeinderat über Stadionplanung informiert +++ Projektplanungen weiter vertieft und präzisiert +++ Gutachten zur Flugsicherheit, zum Segelflug und zu meteorologischen Auswirkungen des Stadionbauwerks stehen ab jetzt im Internet

WenigeTage vor dem Gemeinderat informierte am Donnerstagabend (10. November) das städtische Baudezernat das Begleitforum zum Projekt des neuen Fußballstadions am Wolfswinkel über den aktuellen Stand der Planung. Auf der Basis des ausführlichen Sachstandsberichts, der am Dienstag (15.November) auf der Tagesordnung der Stadträtinnen und Stadträte steht, erläuterten im Technischen Rathaus die Fachämter der Stadtverwaltung sowie der SC, wie die Planung seit dem Bürgerentscheid im Februar 2015 weiterentwickelt worden ist. „Es ist bis heute nichts erkennbar, weshalb das Stadion an diesem Standort nicht möglich sein soll. Das bestätigen alle Gutachten und alle Fachleute!“ – so fasste Robert Staible, der Leiter des Amts für Projektentwicklung und Stadterneuerung, den aktuellen Stand zusammen.

Gegenüber dem bisher in der Öffentlichkeit bekannten Status der Stadionplanung hat die Weiterentwicklung der Verfahren zu zahlreichen Veränderungen in der Planungskonzeption geführt. In seinen Grundzügen entspricht die Planung noch dem Sachstand wie beim Grundsatzbeschluss des Gemeinderats im November 2014 und beim Bürgerentscheid im Februar 2015 – inzwischen allerdings sehr viel präziser und detaillierter. Auch die damals im Vorfeld des Grundsatzbeschlusses eingeholten Expertenmeinungen zu möglichen K.O.-Kriterien sind von den weitergehenden Gutachten für die Bebauungsplanverfahren bestätigt worden. Und: Die kontinuierliche Fortschreibung aller Kosten zeigt, dass bei keiner Finanzposition das Budget für das Stadionprojekt selbst und für die Erschließung überschritten wird.

Die wesentlichen Änderungen auf einen Blick:
• Klarheit besteht inzwischen über das Nebeneinander von Stadion und Flugbetrieb. Ein Gutachterbüro aus Dresden hat auf der Grundlage aufwändiger Test im Flugsimulatornachgewiesen, dass das Stadionbauwerk aus flugmeteorologischer Sicht keine Gefahr oder sonstige Beeinträchtigung für den Flugbetrieb darstellt.
• Aus Sicherheitsgründen wird an Spieltagen der Flugverkehr jeweils 90 Minuten nach dem Abpfiff unterbrochen. Der Grund: Die Haltestellen an der Stadtbahn entlang der Madisonallee liegen unter der südlichen Einflugschneise der Start- und Landebahn. Erfahrungsgemäß bilden sich nach Spielen dort größere Menschenansammlungen, die auf die Stadtbahnen warten. Um jedes Risiko auszuschließen, greift die Stadt die Empfehlung von Gutachtern auf.
• Die stadteigene Betreibergesellschaft des Flugplatzes bemüht sich, den Segelflugvereinen einen Verbleib am Flugplatz zu ermöglichen. Zwar müssen zur Jahresmitte 2017 die bisherigen Segelflugbahnen westlich der Betonpiste aufgegeben werden; sie sollen dann auf die Ostseite der Start- und Landebahn umziehen können. Ein Gutachten bestätigt die Machbarkeit; das letzte Wort hat die Luftaufsichtsbehörde im Regierungspräsidium.
• Weil neben den Profis auch die Nachwuchsmannschaft U23 im neuen Stadion trainieren soll, sind die beiden südlich des Stadions vorgesehenen Trainingsplätze vergrößert und um Spielfelder für Torwart-Training ergänzt worden, womit einige Parkplätze wegfallen werden. Deshalb wird westlich des Stadions gegenüber der Haupttribüne ein zweigeschossiges Parkdeck statt eines ebenerdigen Parkplatzes angelegt. Die Zahl der Stellplätze bleibt faktisch gleich.
• Die bislang vorgesehene Fußgängerunterführung auf dem Weg von der Madisonallee und den Stadtbahn-Haltestellen zum Stadion ist nicht mehr erforderlich.
• Eine gute Nachricht für Radler: Sie können künftig denFuß- und Radweg entlang des Wolfsbucks parallel zur Westrandstraße ohne Ampelstopp befahren, weil die Einmündung der neuen Erschließungsstraße in die Granadaallee mit einem Steg überbrückt wird. Von dort zweigt eine Rampe für Radfahrer auch direkt zum Stadion ab.
Seit Donnerstag abend (10.November) sind die Fachgutachten zum Segelflug, zur Flugsicherheit und zur Flugmeteorologie im Internet unter http://www.freiburg.de/pb/,Lde/1024816.html im Original abrufbar. Sie stellen die Ergebnisse der Windkanalversuche zur Flugsicherheit und zu den Strömungsverhältnissen für den Flugplatz durch das Stadionbauwerk dar und untersuchen die Möglichkeit, den Segelflugbetrieb am Flugplatz halten zu können. Einzelne Detailuntersuchungen sind noch in Bearbeitung und werden so schnell wie möglich öffentlich gemacht, sobald dies möglich ist.

Für die beiden Bebauungsplanverfahren sind zahlreiche weitere Gutachten in Arbeit: Von Lärmemissionen für den Mooswald bis zu Ausgleichsflächen für Magerrasen, Schutzkonzepte für Tier- und Pflanzenwelt, Entwässerung des Stadionareals oder Verkehrserschließung. Alle Gutachten werden mit der für Sommer 2017 vorgesehenen Offenlage der Bebauungsplanverfahren veröffentlicht und – ebenso wie alle bisherigen Expertisen und Gutachten seit Beginn der Stadionplanung – ab dann ebenfalls unter www.freiburg.de einsehbar sein.

Dem Begleitforum SC-Stadion gehören Vertreterinnen und Vertreter der Bürgervereine, Bürgerinitiativen pro und contra Stadion, Anlieger des Flugplatzes, Umweltgruppen, die Universität sowie der Sport-Club und weitere Interessengruppen an; das Gremium war nach dem Bürgerentscheid als Baustein des städtischen Dialog- und Kommunikationskonzepts ins Leben gerufen worden. Parallel dazu finden für einzelne Zielgruppen wie Flugsportvereine und –betriebe, die Möbelhäuser entlang der Hermann-Mitsch-Straße oder Mooswald-Bewohner eigene Gespräche zu den jeweils direkt berührenden Fragestellungen statt; so ist Ende November ein Treffen der Flieger mit den Gutachtern zu Segelflug, Flugmeteorologie und Flugsicherheit anberaumt.

Das Begleitforum tagt ein- bis zweimal jährlich und dient vor allem der frühzeitigen und umfassenden Information der Anlieger, Betriebe und Interessengruppen. Die nächste Sitzung findet voraussichtlich im Sommer 2017 statt, wenn nach der Entscheidung über einen Totalunternehmer auch die Entwürfe für den Stadionbau vorliegen.

Pressemitteilung der Stadt Freiburg vom 26.10.2016: Bürgermeisteramt legt im Gemeinderat ausführlichen Sachstandsbericht zur Planung des neuen Fußballstadions vor +++ Aufwändige Bebauungsplanverfahren mit zahlreichen Gutachten +++ Konzept zur Energieversorgung soll überschüssige Abwärme der Fa. Solvay (Rhodia) über ein Fernwärmenetz nutzen und somit die Weichen in Richtung Klimaneutralität stellen +++ Gutachten zum Flugplatz mit klaren Aussagen: Das Stadion-Bauwerk hat keine negativen Auswirkungen auf die Flugmeteorologie +++ Zur Sicherheit an den Stadtbahn-Haltestellen: Gutachter empfehlen Stopp des Flugbetriebs jeweils 90 Minuten nach Spielende +++ Vergabeverfahren zur Auswahl eines Totalunternehmers: Entscheidung soll bis zum Sommer 2017 fallen

Die Planung für das Projekt eines neuen Fußballstadions am Wolfswinkel läuft in den städtischen Ämtern und im Baudezernat sowie bei der Stadion Freiburg Objektträger GmbH (SFG) auf vollen Touren. In einer ausführlichen Vorlage informiert das Bürgermeisteramt den Gemeinderat in dessen Sitzung am 15. November – fast auf den Tag genau zwei Jahre nach dem Grundsatzbeschluss für ein neues Fußballstadion vom 18. November 2014 – über den aktuellen Sachstand in den wesentlichen Teilbereichen des Stadionprojekts:
• Die Bauleitplanung mit zwei Bebauungsplanverfahren, mit denen die Baurechte für das Stadionprojekt sowie für die benachbarten Erweiterungsflächen der 11. Fakultät geschaffen werden.

• Die Entwicklung eines Konzepts zur Energieversorgung, basierend zu einem Gutteil auf erneuerbaren Energien und der Nutzung von überschüssiger Wärme der Fa. Solvay (Rhodia).

• Die Planung zur Verkehrserschließung mit Straßen, Radwegen, Stadtbahnanschluss und Fußwegen.

• Die künftigen Auswirkungen des Stadions und seines Betriebs auf den Flugplatz und den Flugbetrieb.

• Das bereits angelaufene Vergabeverfahren in der Federführung der SFG, mit dem ein Totalunternehmer für die Realisierung des Stadions plus angrenzende Außenflächen ausgewählt wird.

Alle Bausteine sind miteinander verzahnt und in einem engen Zeitplan miteinander abgestimmt. Dies soll gewährleisten, dass praktisch zeitgleich mit der Entscheidung über einen Totalunternehmer auch das Baurecht in den Bebauungsplanverfahren geschaffen wird und noch im 2. Halbjahr 2017 die ersten Vorarbeiten beginnen können, abgestimmt mit der Verkehrserschließung, dem 2. Bauabschnitt der Stadtbahn Messe und Veränderungen für den Flugplatz.

Bauherren sind die SFG für das Stadion, und die Stadt Freiburg für die Außenanlagen und die verkehrliche Erschließung. Aufgrund der Komplexität des Projekts und der Verfahren liegt die Projektleitung in einer eigens eingerichteten Projektorganisation beim städtischen Amt für Projektentwicklung und Stadterneuerung (APS), die dazu eng mit der Projektleitung für das Stadion beim Sport-Club Freiburg zusammenarbeitet. Beide Projektleiter, Jochen Tuschter (APS Stadt Freiburg) und Marcel Boyé (SC Freiburg) sind gleichzeitig auch nebenamtliche Geschäftsführer der Stadt Freiburg Objektträger-GmbH & Co. KG (SFG), neben Reinhard Zähringer (Stadtkämmerei).

Bauleitplanverfahren:

Die bauplanungsrechtliche Grundlage des Stadionprojekts bilden zwei Bebauungspläne: Die Änderung des bereits bestehenden Teilbebauungsplans „Flugplatz/Universitätsquartier“, der auch die Erweiterungsflächen der 11. Fakultät zwischen dem Flugplatz und Stadionareal sowie der Breisacher Bahn umfasst, sowie der Bebauungsplan „Neues Stadion am Flugplatz“, dessen Aufstellung der Gemeinderat im Mai 2013 beschlossen hat. Für beide Pläne ist die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit und der Träger öffentlicher Belange bereits letztes Jahr erfolgt; um den Prüfaufwand der Umweltprüfungen zu ermitteln, fand im Sommer 2015 ein so genannter Scopingtermin statt.

Für das gesamte Areal ist ein städtebaulicher Rahmenplan auf der Basis des Verkehrskonzepts erarbeitet worden, der das inhaltliche Gerüst der Bebauungspläne bildet. Aktuell werden die Einwände, Hinweise und Anregungen aus dem Beteiligungsprozess in die Planung eingebaut, ebenso die seit dem Aufstellungsbeschluss entwickelten Änderungen in der Planung. Sie betreffen im Wesentlichen die Fläche der Trainingsplätze am Stadion, die Verkehrsführung im südlichen Bereich, eine zusätzliche Anbindung der Universitätsflächen zwischen dem 1. und 2. Baufeld, die Anlage des Busbahnhofs und die Entscheidung für ein zweigeschossiges Parkdeck vor der Haupttribüne.

Für die Bebauungspläne werden mehrere Fachgutachten notwendig, die teilweise auf den bereits 2013/2014 eingeholten Stellungnahmen von Fachgutachtern zur Ermittlung der so genannten K.O.-Kriterien aufbauen. Gutachten wurden in Auftrag gegeben unter anderem zu den Themenfeldern Schallschutz, Boden und Altlasten, Verkehr, Entwässerung, Luftschadstoffe und Richtfunk. Ebenso lässt die Stadt mögliche magnetische Felder und Erschütterungen durch die Stadtbahn und die Breisacher Bahn untersuchen, die den Forschungsbetrieb in der Technischen Fakultät beeinträchtigen könnten. Einen breiten Raum nehmen schließlich die Untersuchungen zu stadtklimatischen Auswirkungen der Stadionplanung sowie zur Flugmeteorologie und Flugsicherheit ein.

Für beide Bebauungspläne sind Umweltverträglichkeitsprüfungen erforderlich, in denen die Auswirkungen auf Tier- und Pflanzenarten geprüft und Schutzmaßnahmen definiert werden. Dies betrifft beispielsweise das Aufkommen der Haselmaus und diverse Wildbienen-Populationen, und den Nachweis von Ausgleichsflächen für schützenswerten Magerrasen und Waldflächen.

Mit dem Offenlagebeschluss 2017 werden die Gutachten öffentlich einsehbar und liegen dafür dem Gemeinderat vor. Mit der Offenlage erreicht der Planentwurf bereits eine weitgehende Verbindlichkeit; in diesem Stadium sind alle bis dahin eingegangenen Anregungen, Bedenken, Aussagen der Gutachter usw. in das Planwerk integriert. Auf die Offenlage, in der die Bürgerschaft nochmals Gelegenheit zur Stellungnahme hat, folgt (falls keine größeren Planänderungen notwendig werden) die so genannte „Planreife“, die bereits Bau- und Erschließungsmaßnahmen gestatten. Letzter Schritt der Bebauungsplanverfahren sind die Satzungsbeschlüsse durch den Gemeinderat.

Energiekonzept:

Die Nutzung von Fernwärme aus überschüssiger Abwärme des Industrieunternehmen Solvay (früher: Rhodia) im Industriegebiet Nord ist der wichtigste Baustein des innovativen Energieversorgungskonzepts, das in enger Abstimmung mit dem Umweltschutzamt, der Stadiongesellschaft, der FWTM und zwei Fachbüros entwickelt worden ist. Es sieht vor, die Abwärme aus dem Produktionsprozess der Fa. Solvay abzunehmen und in ein Fernwärmenetz einzuspeisen, das den Wärmebedarf nicht nur des Stadions, sondern noch weiterer Projekte im Umfeld deckt. So wird konkret über einen Anschluss der Messe, des geplanten FWTM-Gebäudes an der Messe sowie weiterer, nicht städtischer Immobilien verhandelt. Da die Wärme bisher nutzlos verloren geht, ist das Konzept CO2-neutral und kommt faktisch ohne Primärenergie aus. Die Gutachter gehen von einer CO2-Einsparung von rund 550 Tonnen jährlich im Vergleich zu einer herkömmlichen Heizungsanlage für das Stadion aus. Damit kommt die Energieversorgung dem Ziel eines klimaneutralen Stadions nahe, zumal der Jahresbedarf an elektrischer Energie weitestgehend durch Photovoltaik-Anlagen gedeckt werden soll. In welcher Größe und an welchen Standorten Photovoltaik installiert werden kann, hängt letztlich von der architektonischen Gestaltung des Stadions ab und somit vom Ausgang des Vergabeverfahrens für einen Totalunternehmer. Angestrebt werden zwei Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund 2000 kWp, die für den gesamten Jahresbedarf des Stadions ausreichen und zusätzlich Strom ins Netz einspeisen können.

Verkehrserschließung:

Gegenüber der ursprünglichen Planung ist das Konzept der verkehrlichen Erschließung weitgehend gleich geblieben und nur in Details modifiziert worden. Wichtigster Baustein der Verkehrserschließung bleibt die Stadtbahn; mit der Verlängerung der Stadtbahn Messe bis zur Endhaltestelle an der Hermann-Mitsch-Straße (Bauzeit: 2018/2019) sollen an der Madison-allee drei Haltestellen angelegt werden, an der drei Stadtbahnzüge gleichzeitig hintereinander halten können. Bis zum Stadion sind es von dort noch rund 800 Meter Fußweg über einen breiten Fußgängerboulevard. Aus allen Richtungen führen auch Radwege zum Stadion mit Anschlüssen an das vorhandene Radwegenetz.

Für den Autoverkehr werden mehrere Erschließungsstraßen gebaut: Von der Granadaallee zweigt eine dreispurige Straße nach Süden ab, die sich nördlich des Stadions teilt, das Stadion umfährt und entlang des Universitätsareals nach Süden führt; dort trifft sie mit der Erschließungsstraße Ost zusammen, die entlang der Abgrenzung zum Flugplatz parallel zur Landebahn östlich des Stadionareals ebenfalls nach Süden läuft und in die Madisonallee einmündet. Außerhalb des Spielbetriebs stellt diese Verbindung eine wirksame Entlastung des Straßennetzes zwischen Granadaallee und Madisonallee dar; an Spieltagen dient sie ausschließlich zur An- und Abfahrt für die am Stadion bestehenden Parkflächen.

Gebaut wird ab 2017/2018 nicht nur am Stadiongelände, sondern auch auf dem angrenzenden Areal der Universität, wo zwei große Institutsgebäude im Baufeld 3 entstehen werden. Zur Erschließung beider Baustellen wird eine provisorische Baustraße von der Madisonallee bis zur Stadionbaustelle angelegt.

Auswirkungen für Flugplatz und Flugbetrieb:

Für den Flugplatz bedeutet das Stadionprojekt vor allem eine deutliche Verkleinerung des heutigen Flugplatzgeländes. Rund 16 Hektar Fläche im westlichen Teil werden für das Stadion „entwidmet“; dazu hat der Flugplatz das entsprechende Verfahren beim Regierungspräsidium eingeleitet. Die Antragsunterlagen dieses Verfahrens können aktuell bis zum 10. November im Stadtplanungsamt eingesehen werden. Davon betroffen ist vor allem der Segelflug, der nicht am jetzigen Standort westlich der Start- und Landebahn verbleiben kann. Frühestens zum 30. Juni 2017 muss der Segelflugbetrieb auf den bisherigen Bahnen aufgegeben werden. Die Geschäftsführung der Flugplatz-Gesellschaft plant, eine Segelflugbahn auf die Flächen östlich der Start- und Landebahn zu verlagern, und ist darüber in Gesprächen mit den Segelflugvereinen. Gemeinsames Ziel von Stadt und Flugplatz-Gesellschaft ist es, möglichst zeitnah zur Schließung der bestehenden Bahnen eine neue Anlage für den Segelflug in Betrieb zu nehmen, damit die betroffenen Segelflugvereine am Standort bleiben und ihre Einrichtungen und Hallen weiter nutzen können; wie weit dies möglich ist, hängt unter anderem von den Genehmigungsverfahren beim Regierungspräsidium ab.

Ebenso betroffen sind die Fallschirmspringer, deren Landeplatz ebenfalls in der künftigen Stadionfläche liegt. Für sie ist am Freiburger Flugplatz nach heutigem Stand kein Ersatz möglich. Die Stadt verhandelt derzeit mit dem Breisgauverein für Fallschirmsport e.V. über eine mögliche Unterstützung bei einem Umzug auf einen anderen Flugplatz.

Gutachten zur Flugsicherheit und Flugmeteorologie

Zu mehreren Aspekten der Flugsicherheit und Flugmeteorologie liegen inzwischen die Ergebnisse von Gutachten vor. Diese wurden von international renommierten Büros durchgeführt, die bislang nicht bei den Untersuchungen der K.O.-Kriterien im Vorfeld des Grundsatzbeschlusses vom November 2014 eingebunden waren. Neben der Gesellschaft für Luftverkehrsforschung (GfL) aus Dresden war für den Bereich Flugmeteorologie die Fa. Wacker Ingenieure aus Birkenfeld tätig.

Stadtbahn Messe: Die GfL hat im Auftrag der Stadt die möglichen Risiken untersucht, die durch den Flugbetrieb für wartende Fahrgäste der Stadtbahn an den geplanten drei Haltestellen der Madisonallee entstehen können. Der Grund: Die Haltestellen liegen in der südlichen Verlängerung der Start- und Landebahn und damit in dem Bereich, der bei Starts und Landungen von bzw. in Richtung Süden überflogen wird. Da es erfahrungsgemäß nach Spielen zu größeren Menschenansammlungen kommt, die auf die Stadtbahn warten, empfehlen die Gutachter als Risikominimierung eine Einstellung des Flugverkehrs für einen Zeitraum von jeweils eineinhalb Stunden nach Spielende. Eine Untersuchung für den Zeitraum vor Spielen wurde zunächst zurückgestellt, weil sich die Zuschauerströme auf dem Weg zwischen Stadtbahn und Stadion stärker entzerren.

Die Einstellung des Flugbetriebs jeweils 90 Minuten nach Spielende stellt aus Sicht der Verwaltung einen vertretbaren geringfügigen Eingriff in die Betriebszeiten des Flugplatzes dar. Organtransporte können in dem fraglichen Zeitpunkt auf benachbarte Flugplätze und einen Weitertransport per Hubschrauber direkt zu den Kliniken umgestellt werden. In den letzten Jahren haben im Schwarzwaldstadion durchschnittlich 21 Spiele pro Jahr stattgefunden, davon 17 Pflichtspiele in der Bundesliga. Bei 24 Spielen jährlich (d.h. mit Pokal oder internationalen Wettbewerben) wären nur 0,6 Prozent der gesamten Jahresbetriebszeit betroffen.

Anpassung des Sicherheitsstreifens: Mit Bau des Stadions und einer Verlagerung der Segelflugbahnen auf die Ostseite der Start- und Landebahn soll der Sicherheitsstreifen der Bahn von beidseits jeweils 50 Metern Breite auf 40 Meter verringert werden. Das entspricht nach einem eigens dazu erstellten Gutachten den einschlägigen Standards und Sicherheitsvorschriften und wird von Fachgutachtern als zulässig erachtet. Nach wie vor wird der Bereich innerhalb des 10 Meter breiten Abschnitts (zwischen 40 und 50 Meter seitlich der Bahnachse) von Bebauung freigehalten, was zusätzlich der Sicherheit dient. Die Entscheidung über die Anpassung des Sicherheitsstreifens obliegt dem Regierungspräsidium.

Auswirkungen auf die Flugmeteorologie: Bereits bei der Prüfung der K.O.-Kriterien 2014 war untersucht worden, welche Auswirkungen das Stadionbauwerk auf die Flugmeteorologie haben könne. Weil in Kreisen der Flieger immer wieder die wissenschaftliche und fachliche Methodik und die Ergebnisse in Zweifel gezogen worden waren, hat die Stadt nun für die Bauleitplanung ein neuerliches Gutachten erarbeiten lassen. Die Gutachter haben durch hochpräzise Luftströmungsmessungen in einem Windkanal untersucht, ob das Stadion möglicherweise zu einer Gefährdung für den Flugverkehr durch Windströme führen kann. Dazu war eigens ein maßstabgerechtes Modell der Örtlichkeit mit Stadion und Wolfsbuck gebaut worden; die Gutachter der GfL haben auf diesen Grundlagen mehrere Hundert Versuche in Flugsimulatoren mit verschiedenen Piloten durchgeführt, die unterschiedliche fliegerische Erfahrung aufwiesen.

Das Ergebnis ist eindeutig: Durch das Stadion und die Universitäts-Bebauung ist kein feststellbarer gesonderter Einfluss auf die Flugsicherheit gegeben; Maßnahmen zur Risikominimierung (zum Beispiel Einschränkungen des Flugbetriebs) sind nicht erforderlich. Damit ist auch die ursprüngliche Empfehlung der Gutachter zu den K.O.-Kriterien von 2014 hinfällig, dass der Flugbetrieb aus flugmeteorologischen Gründen für ca. 90 Stunden pro Jahr eingestellt werden müsse.

Das Bürgermeisteramt hat im Sinne eines transparenten Verfahrens den Flugplatznutzern Ende Januar 2016 die Gelegenheit zum Gespräch mit den Experten der GfL ermöglicht, und wird die Gutachten Anfang November 2016 auf der Homepage der Stadt zur Verfügung stellen. Ende November 2016 können die Flugplatznutzer die Ergebnisse sowohl mit den Experten der GfL als auch mit denen der Fa. Wacker Ingenieure diskutieren.

Vergabeverfahren für einen Totalunternehmer:

Fast zeitgleich mit der Gründung der Stadion Freiburg Objektträger GmbH & Co. KG (SFG) zum 1. April 2016 startete auch mit einer Veröffentlichung im Europäischen Amtsblatt das europaweite Verfahren, mit dem ein Totalunternehmer für die Realisierung des Stadions und der Außenanlagen ausgewählt wird. Der Totalunternehmer erarbeitet die Gestaltung für das Stadionbauwerk und erstellt auf der Basis eines finanziellen Festpreisangebotes das Bauwerk samt Außenanlagen als schlüsselfertige Anlage nach den fachlich-inhaltlichen Vorgaben der Ausschreibung. Das bedeutet: Der architektonische Entwurf und die vollständige Bauausführung bleiben in der Hand eines Anbieters, in der Regel sind dies Bauunternehmen, die sich erfahrenen Architektur- oder Planungsbüros als Subunternehmer bedienen. Anders als bei herkömmlichen Ausschreibungen, können im Rahmen von so genannten strukturierten VOB-Verhandlungsverfahren Bieterangebote verbessert und überarbeitet werden. Die Auswahl eines Totalunternehmers geschieht nach einem Kriterienkatalog, der unter anderem die Aspekte Funktionalität, Gestaltung, wirtschaftlichen Vermarktbarkeit, Folgekosten sowie Nachhaltigkeit berücksichtigt.

Im ersten Verfahrensschritt, dem sogenannten Teilnahmewettbewerb, sind aus den eingegangenen Bewerbungen zunächst mehrere Bieterkonsortien ausgewählt worden, die am eigentlichen Verhandlungsverfahren teilnehmen. Voraussetzung zur Aufnahme eines Bieterkonsortiums war unter anderem der Nachweis von Referenzprojekten und einer entsprechenden Leistungsfähigkeit, um ein solches Vorhaben mit bis zu 70 Millionen Euro Investitionsvolumen überhaupt stemmen zu können.

Ende September hat die SFG diesen qualifizierten Bietern die Unterlagen zur Verfügung gestellt, die für die Erarbeitung eines umfassenden Angebotes erforderlich sind: Ein dickes Aktenpaket, in dem alle räumlichen, technischen und funktionalen Anforderungen definiert sind, die in einem qualifizierten Angebot zu erfüllen sind. Bis Jahresende 2016 reichen die Bieterkonsortien ihre Angebote ein, die in einer anschließenden Phase weiter bearbeitet und optimiert werden. Aus diesen wird ein kleiner Kreis von Bietern ausgewählt, mit denen detaillierte Verhandlungen geführt werden. Bis zur Sommerpause 2017 soll die endgültige Entscheidung fallen, welcher Bieter den Zuschlag erhält und als Totalunternehmer mit der Realisierung beauftragt wird. Die Entscheidung fällt die SFG in Abstimmung mit der Stadt und dem SC Freiburg; in das Verfahren wird auch der Aufsichtsrat der Gesellschaft einbezogen, dem allein 14 Gemeinderäte angehören.

Weil das Verfahren nach den Vorschriften der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen durchgeführt wird, bleibt – ähnlich wie in einem Architektenwettbewerb – die Identität der Bieterkonsortien bis zur endgültigen Entscheidung geheim; auch die einzelnen Bieter sind nicht darüber informiert, wie viele und welche weiteren Mitbewerber an dem Verfahren teilnehmen.

Zeitplan / weiteres Vorgehen:

Der zwischen Stadt, SFG und Sport-Club abgestimmte Fahrplan für das Stadion sieht als erklärtes Ziel vor, im 2. Quartal 2017 die Offenlage der Bebauungspläne durch den Gemeinderat beschließen zu lassen. Der nächste Verfahrensschritt ist die Planreife, die für Herbst 2017 angestrebt wird; die Satzungsbeschlüsse als letzter Schritt sind für Frühjahr 2018 vorgesehen. Da mit der Planreife bereits ein Baurecht geschaffen wird, können die Erschließungsarbeiten für den Stadionbau ab Jahresbeginn 2018 beginnen.

Zeitlich damit abgestimmt ist das Vergabeverfahren für die Auswahl des Totalunternehmers. Nach dem gültigen Zeitplan soll möglichst noch bis zur Sommerpause 2017 die Entscheidung fallen, welches Bieterkonsortium den Zuschlag erhält. Der Zeitraum zwischen Beauftragung und tatsächlichem Start der Arbeiten wird für Verhandlungen, Vertragsabschluss und detaillierte Planung sowie das Baugenehmigungsverfahren benötigt.
Bereits im letzten Quartal 2017 sollen auch die ersten vorbereitenden Arbeiten wie Leitungsverlegungen, Anlage einer Baustraße, Rodungen oder Sondierungen nach möglichen Blindgängern stattfinden. Bis dahin wird die Erschießungsplanung im Garten- und Tiefbauamt weiter konkretisiert und fortgeschrieben. In den Jahren 2018/2019 wird schließlich der zweite Bauabschnitt der Stadtbahn Messe von der 11. Fakultät / Solar-Infocenter bis zur Endhaltestelle mit Wendeschleife an der Kreuzung Hermann-Mitsch-Straße/Madisonallee gebaut und rechtzeitig vor der Eröffnung des Stadions in Betrieb genommen.

Das neue Stadion soll dann zum Saisonbeginn der Bundesliga-Saison 2019/2020 spielfertig sein und in Betrieb gehen.

Pressemitteilung der SFG vom 13.4.2016:Aufsichtsrat der neuen „Stadion Freiburg Objektträgergesellschaft (SFG) konstituiert +++ SFG bereitet europaweite Ausschreibung für das Bieterverfahren mit Planung und Bau des Stadionprojekts aus einer Hand vor +++ Bebauungspläne Stadion und Stadtbahn sind in Arbeit

Die „Stadion Freiburg Objektträgergesellschaft mbH & Co.KG“ – kurz: SFG – hat ihre Arbeit aufgenommen. Ende März und damit rechtzeitig zum Start im neuen Quartal wurde die Gesellschaft durch einen notariellen Vertrag gegründet und ins Handelsregister eingetragen. Die Gründung einer eigenen Objektträgergesellschaft war bereits Gegenstand des Grundsatzbeschlusses für den Bau eines neuen Stadions im November 2014 und mit dem Bürgerentscheid vom 1.Februar 2015 bestätigt worden. Anfang Februar beschloss der Gemeinderat die Gründung der Gesellschaft und entschied die personelle Zusammensetzung des Aufsichtsrats; parallel dazu wurden auch im Vorstand und Aufsichtsrat des Sport-Clubs die Beschlüsse gefasst. Die wichtigste Funktion der neuen Gesellschaft: Sie wird das neue Stadion am Wolfswinkel bauen und nach der Fertigstellung an den Sport-Club Freiburg verpachten.

Am 8. April trat zum ersten Mal der Aufsichtsrat der Gesellschaft zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Er besteht aus insgesamt 20 Mitgliedern mit einer paritätischen Stimmengewichtung zwischen der Stadt und dem Sport-Club Freiburg: Auf städtischer Seite gehören dem Gremium Oberbürgermeister Dieter Salomon, Baubürgermeister Prof. Martin Haag sowie 14 Stadträtinnen und Stadträte an, deren Stimmen jeweils einfach zählen. Der Sport-Club wird durch vier Mitglieder vertreten (Präsident Fritz Keller, Vorstand Oliver Leki, SC-Aufsichtsratsvorsitzender Heinrich Breit und dessen Vertreter im SC-Aufsichtsrat, Johannes Baumgartner), deren Stimmen jeweils vierfach gewichtet sind. Damit verfügen Stadt und Sport-Club über jeweils 16 Stimmen. Qua Amt ist OB Dieter Salomon Vorsitzender des Aufsichtsrats, sein Stellvertreter ist Oliver Leki.

Auch die drei Geschäftsführer Marcel Boyé, Stadion-Projektleiter beim Sport-Club, Reinhard Zähringer (Leiter der Beteiligungsverwaltung in der Stadtkämmerei) und Jochen Tuschter (Projektleiter im Amt für Projektentwicklung und Stadterneuerung) haben inzwischen ihre Arbeit aufgenommen. Sie üben ihr Amt neben ihren eigentlichen Positionen in der Stadtverwaltung bzw. im Management des SC aus. In der konstituierenden Sitzung konnten die Geschäftsführer dem Aufsichtsrat einen Zwischenbericht zum Stand der Planung und zum Vergabeverfahren für das Stadionprojekt geben.

Vergabeverfahren für Planung und Bau des Stadions

Vorrangige Aufgabe der jungen Gesellschaft ist das Vergabeverfahren, mit dem ein so genannter „Totalübernehmer“ für die Planung und den Bau des Stadions ausgewählt werden soll. Diese „Paketlösung“, bei der ein Unternehmen das planerische und gestalterische Konzept sowie die gesamte Realisierung des Stadionbaus bis zur schlüsselfertigen Anlage aus einer Hand erbringt, entspricht dem Modell, das auch bei anderen Stadionprojekten in Deutschland erfolgreich angewandt worden ist. Dazu definiert die SFG im Rahmen einer Ausschreibung einen umfangreichen Kriterien- und Anforderungskatalog, der von potentiellen Bietern zu erfüllen ist und der Grundlage der Bewertung der Angebote ist. Weil im Bürgerentscheid vom Februar 2015 auch die Eckpunkte der Finanzierung beschlossen worden sind, gilt eine Obergrenze von maximal 70 Millionen Euro netto Investitionskosten für ein Stadion mit rund 35.000 Plätzen. Eine aktualisierte Schätzung des „Instituts für Sportstättenberatung“ (IFS) hat ergeben, dass nach heutigem Stand der Kostenrahmen einzuhalten ist.

In einem zweistufigen Verfahren mit einer europaweiten Ausschreibung eines Teilnahmewettbewerbs stellen potentielle Bieter oder Bietergemeinschaften ihre Modelle für Gestaltung und Realisierung des Stadions vor, die dann nach einem festgelegten Punktsystem bewertet werden und Basis des Verhandlungsverfahrens sind. Am Ende entscheidet der Aufsichtsrat über ein Angebot, das die Architektur und Gestaltung sowie den Bau zu einem garantierten Festpreis für das eigentliche Stadion mit Außenanlagen, die Stellplätze sowie die Trainingsflächen beinhaltet.

Der erste Schritt des Vergabeverfahrens ist bereits mit einer Ankündigung im Europäischen Amtsblatt im März vollzogen, womit der Teilnahmewettbewerb begonnen hat. Bis Mitte des Jahres wird die detaillierte Ausschreibung erarbeitet und den voraussichtlich bis zu zehn Bietern zur Verfügung gestellt, die aus dem Teilnahmewettbewerb hervorgegangen sind. In etwa einem Jahr, Mitte 2017, wird voraussichtlich das Vergabeverfahren abgeschlossen sein.

Bauleitplanung Stadion und Stadtbahn

Für das Baurecht des neuen Stadions wird derzeit ein rund 31 Hektar großer Bebauungsplan „Neues Fußballstadion am Flugplatz“ erarbeitet, der den gesamten Stadionstandort einschließlich Nebenanlagen, Trainingsplätze, Parkflächen, Bushaltestellen und Freiflächen sowie die angrenzenden Straßen und Wege umfasst. Im Juni 2015 hat der Bauausschuss die Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung beschlossen, zu der aktuell die Fachgutachten für Flora und Fauna, Verkehr, Flugsicherheit und Klima erarbeitet oder dem Planungsstand angepasst werden. Bis Anfang 2017 soll das Planverfahren die sogenannte Offenlage erreichen. Die nächsten Schritte sind die so genannte „Planreife“ für Mitte 2017 und schließlich im zweiten Halbjahr 2017 der Satzungsbeschluss.

Parallel dazu wird die Planung für die Stadtbahn Messe vorangetrieben, die derzeit bis zur Technischen Fakultät fährt. Für den zweiten Bauabschnitt bis zur Endhaltestelle an der Hermann-Mitsch-Straße läuft derzeit eine Änderung des bestehenden Bebauungsplans „Stadtbahn Messe“, mit der die Linienführung der Stadtbahn entlang der Madisonallee auf der dem Flugplatz zugewandten nördlichen Seite planerisch festgeschrieben wird. Damit können zusätzliche Haltestellen für Stadionbesucher an der Madisonallee geschaffen werden.

Die Offenlage des Bebauungsplans „Stadtbahn Messe“ wird für den Sommer 2016 angestrebt, Ende 2016 soll der Plan als Satzung beschlossen werden. Voraussichtlich im Frühjahr 2019 – rechtzeitig vor dem Anpfiff des ersten Spiels im neuen Stadion – soll der zweite Bauabschnitt der Stadtbahn in Betrieb genommen werden.

Stadt informiert Anlieger, Bürgervereine, Bürgerinitiativen, Betriebe und Interessensvertretungen über aktuellen Stand der Stadionplanung +++ Bebauungsplanverfahren soll 2017 zum Satzungsbeschluss führen – Stadion-Objektträgergesellschaft nimmt 2016 die Arbeit auf

Wie geht es weiter mit der Planung des künftigen SC-Stadions am Wolfswinkel, wann werden welche nächsten Schritte entschieden? Die Information zum aktuellen Sachstand des Stadionprojekts stand im Mittelpunkt der ersten Sitzung eines Begleitforums zum Neubau des SC-Stadions am 10. Dezember im Technischen Rathaus. Der Gemeinderat hatte auf Vorschlag der Verwaltung das Gremium als Teil des Dialog- und Kommunikationskonzepts für die weiteren Planungsschritte beschlossen. In dem Begleitforum unter Vorsitz von Baubürgermeister Prof. Martin Haag werden Bürgervereine und Bürgerinitiativen pro und contra Stadion, Vertretungen der Jugend, Senioren, Menschen mit Behinderung, der Flugplatznutzer, Wirtschaft, Umweltverbände, Universität und Forschungsinstitute sowie des Sport-Club und seiner Fangruppierungen regelmäßig über den Stand der Stadionplanung informiert. Das Begleitforum wird extern moderiert.

Erklärtes Ziel der Stadtpolitik und des Sport-Club ist es, so Bürgermeister Martin Haag, in jeder Phase unabhängig von den gesetzlich vorgeschriebenen Partizipationsverfahren größtmögliche Transparenz zum Projekt zu schaffen und in einem konstruktiven Dialog mit allen zu bleiben, die direkt oder mittelbar als Anlieger, Gewerbetreibende oder Nutzer des Flugplatzes vom künftigen Stadion betroffen sind.

Im Februar 2016 wird der Gemeinderat die Gründung einer „Stadion Freiburg Objektträgergesellschaft“ als gemeinsame Tochtergesellschaft der Stadt und des SC beschließen, die ab April als Besitzgesellschaft und Bauherrin fungiert, während der SC das Stadion als Pächter betreiben und unterhalten wird.

2016 beginnt das Ausschreibungsverfahren, mit dem die Stadion-Gesellschaft Angebote für den architektonischen Entwurf, Planungs- und Bauleistungen aus einer Hand einholen wird. Ziel ist es, durch die Beauftragung eines „Totalübernehmers“ für Entwurf und Bauleistungen und zu einem Festpreis das Risiko von Kostensteigerungen über den im Bürgerentscheid beschlossenen Kostenrahmen hinaus auszuschließen.

Einen breiten Raum nahm die Diskussion über den Umfang möglicher Nebennutzungen außerhalb des eigentlichen Spielbetriebs ein. Stadt und SC stellten eindeutig klar, dass das künftige Stadion am Standort Wolfswinkel kein Eventstadion für große Open-Air-Konzerte oder ähnliche Großveranstaltungen sein werde. Jedoch soll der SC die Möglichkeit haben, die mit dem Stadionbau ohnehin herzustellenden Räumlichkeiten in der Haupttribüne mit einer Gesamtkapazität von rund 2000 Menschen wirtschaftlich nutzen zu können.

Bürgerbeteiligung, Bebauungspläne, Bauherren-Gesellschaft: Zu diesem Thema gab es am Montag, 11. Mai, eine gemeinsame Pressekonferenz von Stadt Freiburg und SC, auf der Oberbürgermeister Dieter Salomon, Baubürgermeister Prof. Martin Haag und SC-Vorstand Oliver Leki Auskunft über die vergangenen drei Monate seit dem gewonnenen Bürgerentscheid gaben und zugleich skizzierten, was in den nächsten 24 Monaten geschehen wird.

Vor fast dreieinhalb Monaten, am 1.Februar, haben die Freiburgerinnen und Freiburger beim Bürgerentscheid mit knapp 60 Prozent der abgegebenen Stimmen Ja gesagt zu dem Projekt eines neuen SC-Stadions am Standort Wolfswinkel auf dem Areal des Flugplatzes. Da im Bürgerentscheid die gestellte Frage mit einem Quorum von 25 Prozent der Abstimmungsberechtigten eindeutig beantwortet war, ist die Entscheidung wirksam und bindet den Gemeinderat drei Jahre lang. Inhaltlich bestätigt der Bürgerentscheid die bisherigen Mehrheitsbeschlüsse des Gemeinderats: Am 19. November 2014 hatte der Gemeinderat mit der abschließende Prüfung der Standort-Alternativen festgestellt, dass der Wolfswinkel der fachlich am besten geeignete Standort des Stadions ist, der als einziger alle vorgegebenen Kriterien erfüllt; gleichzeitig hatte die Stadtvertretung dem Entwurf eines Organisierungs-, Investitions- und Finanzierungskonzepts zugestimmt.

Unmittelbar nach dem Bürgerentscheid sind die Verfahren wieder angelaufen

Nun legt die Verwaltung dem Gemeinderat zur nächsten Sitzung einen Bericht zum aktuellen Sach- und Planungsstand des Projekts und einen „Fahrplan“ für mehr als ein Dutzend Aufgabenfelder vor, die jetzt mit Blick auf eine Realisierung des Stadions vorangetrieben werden. Denn bis zum Bürgerentscheid waren die (zum Teil mit hohen Planungs- und Gutachterkosten verbundenen) Detailplanungen zunächst gestoppt worden. Unmittelbar nach dem Bürgerentscheid sind die Verfahren wieder angelaufen und weiter entwickelt worden, um den Zeitverzug durch den Bürgerentscheid wieder einzuholen.

Stadtintern liegt die Leitung des Gesamtprojekts beim Amt für Projektentwicklung und Stadterneuerung (APS) im Baudezernat, das die Arbeit aller beteiligten Ämter koordiniert – unter anderem sind Stadtplanung und Baurechtsamt, Umweltschutzamt, Stadtkämmerei, Garten- und Tiefbauamt, Rechtsamt oder die städtischen Gesellschaften wie FWTM und VAG involviert. Beim APS laufen auch die Abstimmungen mit dem Sport-Club zusammen, der seinerseits eine eigene Projektstruktur in seiner Verwaltung eingerichtet hat. Die Begleitung durch den Gemeinderat ist durch eine bereits seit 2013 bestehende Arbeitsgruppe gewährleistet, der Stadträtinnen und Stadträte aller Fraktionen, der Sport-Club und die städtischen Ämter angehören.

„Gute Nachbarschaft“: Eingehende Information und Beteiligung der Bürger und Anlieger

Gemeinsames Ziel der Stadt und des Sport-Club Freiburg ist eine eingehende Information und Beteiligung der Bürgerschaft und Anlieger. Unter dem Stichwort „Gute Nachbarschaft“ steht im Gemeinderat auch der Vorschlag eines Beteiligungskonzepts zur Abstimmung, das neben Workshops und Arbeitstreffen zu einzelnen Themenbereichen auch ein vielfältig besetztes Begleitforum vorsieht. Parallel dazu soll auch die breite Öffentlichkeit über alle wichtigen Verfahrensschritte und Entscheidungen bis zum Bau unterrichtet werden und sich über Newsletter, Websites und soziale Medien informieren können.

Die Stadtverwaltung und der SC konzentrieren sich aktuell darauf, die bauplanungsrechtlichen Grundlagen für den Stadionbau zu schaffen. Dies sind im wesentlichen die Bauleitplanung (Bebauungsplan) und Schaffung eines Baurechts für das Stadion, Umweltplanung und Umweltprüfung sowie verkehrliche Erschließung. Bei diesen (und nahezu allen anderen) Aufgabenfeldern greift die Verwaltung auch auf die Expertisen zurück, die im Zusammenhang mit der Prüfung der sogenannten K.O.-Kritierien im letzten und vorletzten Jahr von externen Fachleuten erarbeitet worden sind. Sie hatten zum Ergebnis, dass „keine unüberwindlichen rechtlichen oder tatsächlichen Planungs- und Genehmigungshindernisse für ein neues Fußballstadion am Standort Wolfswinkel festgestellt werden konnten“ (so der Beschluss des Gemeinderats vom 19. November 2014 wörtlich). Die Aussagen der Gutachter sind ebenso wie die Untersuchung möglicher Standort-Alternativen „eine wichtige Basis für die jetzt folgenden vertiefenden Untersuchungen im Bauleitverfahren“, sagt Baubürgermeister Prof. Martin Haag.

Weitere Gutachten in Sachen Umweltschutz stehen an

Im Themenkomplex Städtebau/Bauleitplanung hat das Bebauungsplanverfahren durch den Aufstellungsbeschluss bereits begonnen. Die im Baugesetzbuch vorgeschriebene frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden ist für das 3. Quartal 2015 vorgesehen. Parallel dazu ist europaweit der Auftrag an ein Planungsbüro für die Bebauungsplanung ausgeschrieben. Die Bebauungsplanung umfasst neben dem eigentlichen Stadionareal auch die zu ändernden Bereiche der angrenzenden Flächen der 11. Fakultät und Institute westlich des Stadions.

Im Umweltbereich stehen Untersuchungen zu einzelnen Schutzgütern an, die in einem Umweltbericht darzustellen und zu bewerten sind und als Grundlage der Umweltprüfung dienen. Dabei gehen die zu erarbeitenden Gutachten weiter als die bisherigen Untersuchungen zu den K.O.-Kriterien, die unter anderem die Schutzkonzepte für seltene Tier- und Pflanzenarten sowie einen Ausgleich für den Magerrasen betrafen. Der Vorentwurf eines Umweltberichts mit belastbaren Aussagen der Gutachter soll in etwa einem Jahr vorliegen.

Auch die Planung zur Erschließung des neuen Stadions wird weiter vorangetrieben

Das Aufgabenfeld Erschließung umfasst mehrere Bereiche: Die Gesamtkonzeption zur Verkehrserschließung, die jetzt weiter durch das Aachener Fachbüro IVV optimiert wird, sowie die Entwurfsplanung und daran anschließend die Ausführungsplanung aller Erschließungsanlagen, die parallel mit dem Bebauungsplanverfahren erstellt werden. Dazu gehören Straßen, Rad- und Fußwege, Parkplätze und sonstigen Einrichtungen für den Individualverkehr.

Ein zentraler Baustein der verkehrlichen Erschließung ist die Stadtbahn Messe, der eine wichtige Erschließungsfunktion mit einer eigenen Haltestelle an der Madisonallee zukommen wird. Der erste Abschnitt der Stadtbahn Messe von der Fehrenbachallee bis zur Technischen Fakultät ist in Bau und wird voraussichtlich noch bis Jahresende 2015 in Betrieb genommen.

Daran schließt sich der zweite Streckenabschnitt bis zur Wendeschleife in Höhe der Messe an, der auf der dem Flugplatz zugewandten Seite der Madisonallee verlaufen wird, mit einer eigenen Haltestelle „Stadion“ an der Einmündung der neuen Erschließungsstraße in die Madisonallee. Die Stadtbahn hat damit einen mehrfachen Erschließungseffekt: Kliniken, Stadtteil Mooswald mit der Bebauung an der Berliner Allee (u.a. „Westarkaden“), 11. Fakultät und Institute, Stadion sowie die Messe selbst, nach der die Linie benannt ist.
Dieser Abschnitt soll spätestens Ende 2018 (also noch vor Fertigstellung des Stadions) in Betrieb gehen, weil dann die heutige Förderung nach dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) auslaufen wird und die nach GVFG geförderten Stadtbahnprojekte bis dahin abgeschlossen sein müssen.

Flugplatz: Motor- und Segelflugbetrieb können weitergeführt werden

Der Bau des Stadions hat Auswirkungen auf den benachbarten Flugplatz, dessen heutiges Areal etwas beschnitten werden muss. Unabhängig davon sollen aus Sicherheitsgründen die heutigen Grasbahnen für Segelflieger von der Westseite der Landebahn in den Geländestreifen östlich der Landebahn verlagert werden. Damit kann nicht nur – wie vom Bürgermeisteramt stets zugesagt – der Motorflugbetrieb in vollem Umfang weitergeführt werden, sondern entgegen ersten Annahmen sollen auch die Segelflieger weiterhin starten und landen können. Die Stadt und die Geschäftsführung der Flugplatz Freiburg GmbH prüfen auch Möglichkeiten, den Fallschirmsprung zumindest in einem reduzierten Umfang aufrechterhalten zu können.

Gewissheit darüber wird ein neues Plangenehmigungsverfahren beim Regierungspräsidium bringen, das die Stadionplanung und die Stadtbahn berücksichtigt. Bis Mitte 2016 soll dieses Verfahren abgeschlossen und von der Genehmigungsbehörde entschieden sein. Auch dafür ist ein externes Büro eingeschaltet, das bereits in der Vergangenheit die Planungen für den Flugplatz erstellt hat.

Objektträgergesellschaft soll spätestens zum Jahresbeginn 2016 gegründet sein

Mit dem Stadionprojekt verbunden sind verschiedene Vertragswerke, an erster Stelle zwischen der Stadt und dem SC über die Gründung einer Objektträgergesellschaft (OTG), die künftig als Bauherrin des Stadions fungieren wird. Die OTG soll spätestens zum Jahresbeginn 2016 gegründet sein; in der zweiten Jahreshälfte 2015 legt die Verwaltung dem Gemeinderat einen entsprechenden Vorschlag für die Gesellschaftsgründung vor. Dazu wird aktuell auch eine tragfähige und angemessene Gremienstruktur erarbeitet.

Vereinbarungen werden unter anderem auch mit der staatlichen Rothaus-Brauerei über die Beteiligung an dem Stadionprojekt geschlossen: Die heutige Kapitaleinlage von rund 12,8 Millionen Euro soll von der Objektträgergesellschaft der Messe in einem vergleichbaren Vertragswerk an die OTG Stadion übergehen. Thema ist außerdem der künftige Pachtvertrag zwischen dem Sport-Club als Pächter und der OTG als Verpächterin. Alle Vertragswerke werden derzeit zwischen den Fachämtern und dem Sport-Club im Entwurf abgestimmt.

Weitere „Baustellen“ – im wahrsten Sinne des Wortes – sind die Entwurfsplanung samt Architektur und der eigentliche Bau des Stadions, der auf rund zwei Jahre Bauzeit veranschlagt ist, eine energetische Konzeption, die Vorbereitung des Bauantrags und der Ausschreibungsunterlagen sowie Grundstücksfragen.

Das Beteiligungsverfahren und seine praxisnahe Gestaltung haben einen großen Stellenwert

Großen Wert legen die Stadt und der Sport-Club auf eine umfassende Information und weitgehende Beteiligung der Nachbarschaft. Gemeinsames Ziel ist es, die Auswirkungen des Stadionprojekts so weit wie möglich einzudämmen und die Anlieger an der Entwicklung von Schutzkonzepten oder für Sicherheit und Sauberkeit zu beteiligen. Dazu hat die Stabstelle „Kompetenzzentrum Bürgerbeteiligung“ im APS einen Vorschlag erarbeitet, wie das Beteiligungsverfahren im Hinblick auf die komplexen Anforderungen praxisnah organisiert werden kann. Die Stadt und der SC knüpfen damit an das Dialogverfahren der Jahre 2013 und 2014 an.

Ein zentrales Element bilden thematische Runden wie Workshops oder Arbeitsgruppen, in denen die Anlieger und betroffene Zielgruppen ihre Anregungen einbringen können. Daneben wird ein Begleitforum eingerichtet, in welchem unter anderem Vertreterinnen und Vertreter der Bürgervereine und Bürgerinitiativen, des SC und der SC-Anhängerschaft und ihrer Gruppierungen, der Betriebe und Flugsportvereine am Flugplatz, der Universität und der Forschungsinstitute, der Umweltverbände sowie von Land und Stadt angehören. Je nach Bedarf sollen auch weitere Stellen mit einbezogen werden, beispielsweise die Möbelhäuser in Flugplatznähe, die Polizei, städtische Gesellschaften oder Gutachter. Hinzu kommen kontinuierliche Informationen für Medien und die breite Öffentlichkeit, unter anderem durch einen Newsletter.

Kompetenz und Erfahrung der Bürger sollen genutzt werden

Ein wichtiges Thema der Bürgerbeteiligung wird voraussichtlich der Verkehr sein. „Die Bürgerinnen und Bürger sind gute Sachverständige, weil sie ihren Stadtteil am besten kennen. Diese Kompetenz und Erfahrung wollen wir nutzen!“, sagt Baubürgermeister Prof. Martin Haag. Auch am bisherigen Stadionstandort Schwarzwaldstraße besteht ein Anwohnerbeirat, der umfassend an der Entwicklung des Verkehrslenkungs- und Schutzkonzepts für die Anlieger rings um das Stadion beteiligt war.

Die Vorlage ist am 6. Mai im Bauauschuss von Baubürgermeister Haag erstmals vorgestellt und vorberaten worden. Der Hauptausschuss berät in seiner heutigen Sitzung (11. Mai) nichtöffentlich den Bericht und Vorschlag zum Beteiligungsverfahren; im Gemeinderat steht das Papier am 19. Mai auf der Tagesordnung.

Der Weg ist frei für ein neues SC-Stadion am Flugplatz. Mit 45.629 JA-Stimmen haben sich die Freiburger beim Bürgerentscheid mit einer klaren Mehrheit hinter den Sport-Club gestellt und das Quorum erreicht. Das Votum ist damit rechtsbindend.

„Das Gute hat gesiegt“, titelte die taz am 07. Mai 1994. Ein denkwürdiges Datum der Vereinsgeschichte: Der Sport-Club hatte am letzten Spieltag seiner ersten Bundesligasaison die Klasse gehalten und damit viele weitere wunderbare Fußballerlebnisse in Freiburg möglich gemacht. Fast 21 Jahre und 16 Erstligaspielzeiten später ist der 1. Februar 2015 wieder so ein Datum, das sich in das Gedächtnis der Freiburger Fußballfans einbrennen wird. Und wieder fühlt es sich so an, als hätte das Gute gesiegt. Ort des Jubels war allerdings kein Fußballstadion, sondern die Gerichtslaube des Freiburger Rathauses sowie die Bar „Passage 46“ unter dem Theater: Um 18:58 Uhr brandet in beiden Lokalitäten Jubel auf, als bei der Stimmenauszählung die magische Grenze von 42.284 Stimmen überschritten und damit das Quorum erreicht wird.

Der Sport-Club wird auch in der neuen Heimat ein guter Nachbar sein

„Ich möchte einfach nur danken“, sagte ein sichtlich erleichterter SC-Präsident Fritz Keller, der nach einem harten und nicht immer mit fairen Mitteln geführten Wahlkampf gleich im zweiten Satz auf die Skeptiker des Stadionbaus zuging: „Ich kann Ihnen versprechen, dass der Sport-Club auch in neuer Umgebung ein guter Nachbar sein wird, so wie wir das in den vergangenen Jahrzehnten auch an der Schwarzwaldstraße gelebt haben.“

Ein ganz großes Dankeschön geht an die vielen ehrenamtlichen Wahlkämpfer, die den Sport-Club in den vergangenen Monaten unterstützt und mit guten Argumenten überzeugt haben. Mit „JA zu FR“, „Stadion in Freiburg“, „Freiburg Fairplay – pro Stadion“ und „Pro SCF“ waren gleich vier Fan- und Bürgerinitiativen mit zahllosen Helfern für das neue Stadion in Freiburg im Einsatz.

„Sieg der Zuversicht gegen die Angstmacherei“

Oberbürgermeister Dieter Salomon gratulierte dem SC in einer ersten Reaktion und freute sich über die mit 46,5 Prozent hohe Wahlbeteiligung am Bürgerentscheid. „Die Freiburger Bürgerschaft hat eindrucksvoll bewiesen, dass sie dem Sport-Club die Chance auf eine gute Zukunft geben will“, sagte Salomon. Das klare Ergebnis sei auch ein „Sieg der Zuversicht gegen die Angstmacherei“, durch die hohe Emotionalisierung des Wahlkampfes sei es sicher erst dazu gekommen, dass so viele Freiburger ihre Stimme abgegeben hätten.

Bis tatsächlich die Bagger anrollen, fließt allerdings noch ziemlich viel Wasser die Dreisam herunter. Die nächsten Schritte sind in der Hauptsache bürokratischer Natur. Vor 2019 wird der Ball im neuen Stadion am Wolfswinkel wohl nicht rollen.

Das vorläufige Ergebnis des Bürgerentscheids:

• JA-Stimmen: 45.629 | 58,2 %

• NEIN-Stimmen: 32.790 | 41,8 %

• Wahlbeteiligung: 46,5 %