Stimmen

„Das Stadion ist ein existenzieller Schritt für unseren Verein. Es ist unverwechselbar und einzigartig. Ich bin fest davon überzeugt, dass es Heimat für alle SC-Fans werden wird. Das Stadion ist etwas Besonderes, vor allem ist es ein echtes Fußball-Stadion. Es nach den vielen Jahren der Planungen nun präsentieren zu dürfen, erfüllt uns mit großer Freude. Wir wollen das Gute aus dem Schwarzwald-Stadion mit an den Wolfswinkel nehmen und dies als Basis sehen, einen bedeutenden Schritt in die Zukunft zu gehen. Wir freuen uns, alle Gäste und Nachbarn im neuen Stadion herzlich willkommen heißen zu dürfen.“

Fritz Keller, Präsident SC Freiburg

„Wer wie ich dem SC schon als Student von der Gegengerade des Dreisamstadions aus zugeschaut hat, wird nicht ohne Wehmut umziehen. Aber der Entwurf des neuen Stadions zeigt schon jetzt, dass im Wolfswinkel wieder was entstehen wird, was einen ganz eigenen Charakter besitzt, der zum Sport-Club und zu Freiburg passt. Außerdem wissen wir SC-Fans ja alle, dass der Verein, den wir in der Vergangenheit ins Herz geschlossen haben, ohne das neue Stadion keine Zukunft hätte.“

Dieter Salomon, Oberbürgermeister der Stadt Freiburg

„Den Fußball-Standort Freiburg zu sichern und zu entwickeln, ist unser Antrieb – für unsere Fans, den Verein, die Stadt, die Region, unsere Partner und unsere Sponsoren. Das neue Stadion ist hierfür die Grundvoraussetzung. Wir haben in den letzten Monaten und Jahren viel Energie, Leidenschaft, Zeit und Geld in dieses Projekt investiert. Umso mehr freue ich mich, dass es uns gelungen ist, einen Entwurf auswählen zu können, der unseren hohen Ansprüchen an Funktionalität und Architektur entspricht. Es ist ein wichtiges Etappenziel erreicht, nun gilt es weiterhin mit Klarheit sowie Entschlossenheit den Weg weiterzugehen.“

Oliver Leki, Vorstand SC Freiburg

„Der prägnante Entwurf von Köster und HPP passt wunderbar zu Freiburg und zeigt, dass dieser Standort hervorragend geeignet ist. Das Stadion fügt sich wie selbstverständlich zwischen Wolfsbuck, Flugplatz und Universität ein, hat einen unverwechselbaren Wiedererkennungswert und wird ein weiterer Identifikationspunkt für SC-Fans, aber auch für alle Bürgerinnen und Bürger Freiburgs sein.“

Martin Haag, Bau-Bürgermeister der Stadt Freiburg

„Für mich fühlt sich der Entwurf des neuen Stadions sofort nach Freiburg an: außergewöhnlich, eckig, kompakt. Vor allem aber bestätigt er in vielen Details, was der erste Eindruck verspricht. Mit der offenen Ausstrahlung des Stadions von außen oder mit dem hohen Stehplatzanteil drin. Dazu schafft es beste Voraussetzungen, um am Wolfswinkel die Arbeit mit den Profis und der U23 an einem Ort zusammen zu führen und damit Nachwuchs- und Lizenzabteilung noch enger zu verzahnen. Kurzum: Der Entwurf ist architektonisch gelungen und korrespondiert mit dem Gesamtkonzept des SC.“

Jochen Saier, Vorstand SC Freiburg

„Im gesamten Prozess der Entscheidungsfindung sehe ich wie im Siegerentwurf sehr viel SC Freiburg. Durchdachtheit, Funktionalität, Wirtschaftlichkeit, fruchtbare und auch kontroverse Diskussionen, Vernunft und Phantasie. Die konsequente Finanzpolitik über Jahre, ja Jahrzehnte, ist die Basis dafür, dass der Verein dieses wichtige Projekt mit hohem Kapitaleinsatz bewerkstelligen kann. Darauf können der SC, seine Mitglieder und seine Fans stolz sein.“

Dr. Heinrich Breit, Aufsichtsratsvorsitzender SC Freiburg

„Wir freuen uns, dass der vorgestellte Entwurf den Verein und die Stadt überzeugte und dass wir wieder einmal ein Fußballstadion für einen Erstligisten bauen dürfen. Bei der nun anstehenden Umsetzung legen wir größten Wert auf den fairen Dialog zwischen allen am Bau Beteiligten. Dies ist eine der wichtigsten Voraussetzungen, um die geforderten Qualitäten zu erreichen. Dabei verfolgen wir nicht nur eine technisch perfekte Fertigstellung, sondern auch eine nachhaltige Wirtschaftlichkeit der Immobilie.“

Claude-Patrick Jeutter, Geschäftsführer Köster GmbH

„Der Leitgedanke des Entwurfs basiert auf der architektonischen Formulierung eines identitätsstiftenden Baukörpers bestehend aus einer oktogonalen Grundform und eines orthogonalen Daches. Im Zusammenspiel mit den diagonalen Zugstützen entsteht ein dynamisches Erscheinungsbild sowie repräsentative und überdachte Zugangsräume an den Ecken. Der Bezug zum Stadioninnenraum wird bereits beim Betreten der Eingangsbereiche und der Promenade erlebbar, was die Vorfreude auf das Geschehen steigert und dazu einlädt, frühzeitig Teil des Geschehens zu werden. Die hieraus entstehende klare Formensprache schafft mit der als langsam ansteigendem Hügel modellierten Landschaft eine archetypische Grundform die von weitem als Ort des Fußballs erlebbar und von allen Seiten her barrierefrei erschließbar ist.“

Antonino Vultaggio, Projekt Partner HPP Architekten GmbH

„Bildhübsch sieht das neue Stadion schon mal aus und es hat dabei was ganz Eigenes. Ich freue mich auch deshalb darauf, weil es die Grundlagen dafür schaffen wird, dass der Sport-Club auch weiterhin seiner sozialen Verantwortung gerecht werden und sein gesellschaftliches Engagement noch weiter ausbauen kann. Nicht zu vergessen, dass ich dort hoffentlich noch viele tolle SC-Spiele live im Stadion miterleben darf.“

Hannelore Stocker, Aufsichtsrätin SC Freiburg

„Was ein Fußballstadion letztlich ausmacht, sind all die Menschen, die auf den Rängen stehen und sitzen, und dort für die in jedem Stadion eigene Atmosphäre sorgen. Was man bei den Entwürfen zum neuen SC-Stadion aber schon sehen kann: Der Sport-Club kriegt wieder eine schön enge Hütte, bei der die Fans eine durchgehende Steh­tribüne hinter dem Tor haben und überall dicht dran sind am Platz. Und wie jedes andere aussehen wird das neue Stadion auch nicht. Es sind also alle Voraussetzungen gegeben, dass es toll wird – die Mannschaft, die Trainer und die Fans werden es dann gemeinsam mit Leben füllen.“

Christian Streich, Trainer SC Freiburg

„Im 18. Jahrhundert hat der italienische Architekt und Ingenieur Giovanni Battista Nolli einen Schwarzplan von der Stadt Rom gezeichnet, der bis heute vielen Städten als ein Instrument in der Stadtplanung dient. Das Besondere an diesem Plan ist, dass Nolli die öffentlichen Straßen und die Plätze wie auch die Grundrisse der öffentlichen Gebäude als weiße Flächen zeichnete, während er die privaten Bauten pauschal als schraffierte Fläche zusammenhängend darstellte. Wir können also die Stadt wie den Grundriss einer Wohnung betrachten. Straßen und Plätze, sowie die wichtigen Gebäude einer Stadt, sind wie die Flure und Zimmer einer Wohnung. Gerade Freiburg zeichnet sich durch einen hervorragend schönen und beispielhaften Öffentlichen Raum aus. Kaum eine Stadt verfügt über vergleichbare qualitativ hochwertige Flure und Zimmer. Und natürlich sind es die Außenwände dieser Zimmer, die Fassaden, die einen großen Anteil an der Schönheit des Stadtraums haben. Daraus ergibt sich eine Verpflichtung: Wer in dieser Stadt bauen darf, baut nicht in der Stadt, wie man so gerne sagt, sondern wir bauen an der Stadt weiter, an ihren Straßen, Gassen und Plätzen, die uns allen gehören. Wir bauen ein Innen und ein Außen. Aber das Äußere ist das Innere der Stadt. Somit kann man sagen, dass der öffentliche Raum eine „res publica“ ist.

Es versteht sich von selbst, dass ein Fußballstadion zu den ganz besonderen Gebäuden in einer Stadt gehört. Alleine die Größe eines solchen Projektes, das viele Tausend Menschen aufnehmen kann, bedingt, dass ein solcher Bau nicht auf sich selbst bezogen sein kann, sondern in seiner Erscheinung dem öffentlichen Raum Rechnung tragen muss. Und das nicht nur in seinem Äußeren, sondern, wie es Giovanni Battista Nolli gesehen hat, auch in seinem Inneren. Die Frage ist also: wie viel urbane Qualität lässt sich in einem solchen Projekt umsetzen, oder auch, wird das Bauwerk für sich eine Identität haben, die einem sagt, hier bist Du in Freiburg. Schließlich sollte, wie in den Kirchen, den Museen, Theater oder Universitätsbauten am neuen Stadion sich über viele Generationen Bürgerstolz entwickeln können.

Nachdem das aufwendige Verfahren in einem sorgfältig gestalteten Prozess nun beendet ist, kann ich der Stadt zu dem Ergebnis nun gratulieren. In Freiburg wird ein Fußballstadion entstehen, das allen heutigen Anforderungen an ein modernes und identitätsstiftendes Bauwerk gerecht wird. Hervorheben möchte ich, neben der baulichen Qualität die Gestaltung der Freiflächen und deren Anbindung an das Stadion. Das Konzept gestattet eine gute Erreichbarkeit aus allen Himmelsrichtungen. Allein der Weg von den Haltestellen des öffentlichen Verkehrs zum Stadion stellt eine raffinierte räumliche Inszenierung dar. Somit beginnt der Besuch des Stadions nicht erst am Eingangstor an sondern bereits beim Verlassen von Bahnen und Bussen.

Die Entwerfer haben die äußere Hülle nicht der Form der Zuschauerfläche angepasst, sondern dort, wo sich normalerweise die Rundungen befinden, den Baukörper mit einer dem Rechteck folgenden Ecke ausgebildet. Durch diesen Kniff konnten für die klar definierten Eingänge des Stadions großzügige Überdachungen gewonnen werden, die bei schlechter Witterung einen willkommenen Schutz bieten. Bewundernswert ist die Selbstverständlichkeit, mit der die Architekten die Gebäudehülle entwickelt haben. Aber Architektur ist erst dann wirklich gut, wenn die Funktion, Organisation und Kosten perfekt erfüllt sind, was hinsichtlich des ausgewählten Planes seine Bestätigung findet. Der Mehrwert liegt in der Einmaligkeit des Erscheinungsbildes und dem Potenzial den SC Freiburg optimal zu präsentieren. Das Stadion vermittelt ein positives Bild nach Außen, in direkter Betrachtung wie auch am Bildschirm. In der heutigen Medienvielfalt und deren Macht spielt das eine nicht zu unterschätzende Rolle: das Gebäude wirbt für den Fußball und die Stadt.

Noch sprechen wir nicht über einen fertigen Plan, der bereits morgen den ausführenden Firmen übergeben werden kann. Es ist ein gutes und tragbares Konzept, aber eben noch ein Konzept. Es braucht nunmehr ein nicht minder kreatives und konstruktives Engagement für die nächsten Planungsschritte. Ich wünsche allen Bürgern, den Fußballfans wie dem Verein, dass dieses neue Bauwerk so gelingen möge, wie wir es heute sehen. Wenn so geschieht, wird das Stadion dem Fußball und Stadt neue begeisterte Freunde zuführen.“

Jórunn Ragnarsdóttir, Mitglied des Gestaltungsbeirates der Stadt Freiburg